Der VfB Stuttgart strebt eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Nationalstürmer Deniz Undav an. Obwohl der 29-Jährige noch bis Sommer 2027 an die Schwaben gebunden ist, wollen die Verantwortlichen ein Szenario vermeiden, in dem der Angreifer in ein letztes Vertragsjahr geht. Ein rascher Abschluss der Verhandlungen ist dabei jedoch nicht zu erwarten.

Startschuss in der Länderspielpause

Wie die „Sport Bild“ berichtet, sollen die ersten Gespräche zwischen der sportlichen Leitung des VfB und dem Management des Spielers während der Länderspielpause Ende März stattfinden. Dies könnte den Auftakt für den heißesten Stuttgarter Transfer-Poker des Jahres bilden. Insider rechnen allerdings mit einem zähen Verhandlungsmarathon, der sich wie ein Kaugummi in die Länge ziehen könnte.

Wertschätzung trifft auf Gehaltsgefüge

Der Kern der komplizierten Ausgangslage liegt im Finanziellen. Der deutsche Nationalspieler gehört mit einem kolportierten Jahresgehalt von 4,5 Millionen Euro bereits jetzt zu den absoluten Spitzenverdienern am Neckar. Für eine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier fordert die Spielerseite dem Vernehmen nach eine spürbare Wertschätzung in Form einer Gehaltsanpassung. Die Vereinsführung ist jedoch strikt darauf bedacht, das interne Gehaltsgefüge nicht zu sprengen.

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hielt sich zu konkreten Vertragsdetails bedeckt, betonte aber die Wichtigkeit des Goalgetters: „Ich kann mich allein zu Deniz und seiner Rolle hier in Stuttgart äußern. Und diese Rolle hat maßgebliche Bedeutung für den Erfolg unserer Mannschaft – auf und neben dem Platz.“ Dass diese Worte keine leeren Phrasen sind, belegen die Zahlen: Mit 21 Toren und zwölf Vorlagen in 36 Pflichtspielen stellt der Ex-Brighton-Profi seinen enormen sportlichen Wert eindrucksvoll unter Beweis.

Lockruf aus der Premier League?

Ein weiterer Faktor, der die Position des Stürmers in den anstehenden Gesprächen stärkt, ist das angebliche Interesse von der Insel. Nach seinem festen Wechsel für rund 27 Millionen Euro im vergangenen Sommer hat er in England weiterhin einen großen Markt. Laut dem spanischen Portal „fichajes.net“ soll sogar der englische Spitzenklub FC Arsenal die Fühler nach dem torgefährlichen Angreifer ausgestreckt haben.

Für den VfB Stuttgart geht es in den kommenden Monaten also nicht nur um nackte Zahlen, sondern auch darum, ihren Schlüsselspieler gegen finanzstarke Konkurrenz von einer langfristigen Perspektive im Ländle zu überzeugen.

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