Felix Zwayer wird als einziger deutscher Schiedsrichter bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf dem Platz stehen. Dies geht aus einer offiziellen Nominierungsliste der FIFA hervor. Begleitet wird der Berliner von seinen festen Assistenten Robert Kempter und Christian Dietz. Als Video-Assistent (VAR) vertritt Bastian Dankert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei dem XXL-Turnier.

Daniel Siebert fehlt trotz Schiedsrichter-Aufstockung

Eine sportliche Überraschung birgt das Aufgebot der Unparteiischen beim Blick auf die Nicht-Nominierten: Daniel Siebert bleibt außen vor. Der 40-Jährige hatte in den vergangenen Jahren eine feste Rolle bei Großereignissen eingenommen und durfte sowohl bei der EM 2021 und 2024 als auch bei der Weltmeisterschaft 2022 Spiele leiten.

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Das Fehlen von Siebert ist umso bemerkenswerter, da der Weltverband das Schiedsrichter-Kontingent massiv ausgebaut hat. Durch die Aufblähung der Endrunde auf 48 Mannschaften und satte 104 Partien schickt die FIFA diesmal 52 Referees zum Turnier in die USA, nach Kanada und Mexiko. 2022 in Katar waren es lediglich 36 Unparteiische. Obwohl deutlich mehr Plätze zur Verfügung standen, reichte es für den zweiten etablierten deutschen Spitzen-Schiedsrichter nicht. Andere europäische Top-Nationen wie England (Michael Oliver, Anthony Taylor) und Frankreich (Francois Letexier, Clement Turpin) stellen hingegen jeweils ein Schiedsrichter-Duo.

Rückkehr auf die absolute Weltbühne für Zwayer

Für Zwayer bedeutet die Berufung die Fortsetzung eines enormen sportlichen Aufschwungs auf internationaler Ebene. Während er das Turnier vor zwei Jahren in Katar noch verpasste, erarbeitete sich der erfahrene Spielleiter zuletzt großes Vertrauen seitens der Verbände. Er leitete wichtige Partien bei der Europameisterschaft im eigenen Land und stand jüngst auch bei der Klub-WM 2025 auf dem Rasen. Für Video-Assistent Dankert setzt sich zudem eine starke Serie fort: Er war zuletzt bei allen wichtigen Endrunden als VAR gesetzt.

Nur eine Schiedsrichterin im Aufgebot

Einen klaren Rückgang gibt es bei der Diversität des Schiedsrichter-Kaders zu verzeichnen. Mit der Mexikanerin Katia Garcia hat die FIFA lediglich eine einzige weibliche Unparteiische für das größte Fußball-Turnier der Welt berufen. Zum Vergleich: Bei der Winter-WM 2022 waren noch drei Frauen im Einsatz, bei der vergangenen Europameisterschaft in Deutschland ging das weibliche Geschlecht ebenfalls komplett leer aus.

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