DHB-Team darf nicht verlieren

Vor dem mit Spannung erwarteten Showdown gegen Frankreich geht die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason als Tabellenzweiter mit 6:2 Punkten in die Partie. Frankreich folgt mit 4:4 Zählern auf Rang drei und steht damit unter Zugzwang. Das Duell heute Abend um 18 Uhr ist somit ein Endspiel um den Einzug ins Halbfinale.

Der erste Matchball war mit der Niederlage gegen Gastgeber Dänemark vergeben worden, nun entscheidet das direkte Duell mit der Équipe Tricolore über den Sprung unter die letzten vier Teams.

Unabhängig vom sportlichen Ausgang genießt Alfred Gislason weiter das Vertrauen des Deutschen Handballbundes. Nach der überraschenden Niederlage gegen Serbien waren zwar kurzfristig Spekulationen über seine Zukunft aufgekommen, Sportvorstand Ingo Meckes stellte jedoch vor dem Spiel gegen Frankreich klar, dass der Verband auch bei der Heim-WM im kommenden Jahr mit dem Isländer plant. An der Trainerfrage werde „in diese Richtung nichts verändert“.

„Ich bin seit 1991 Trainer und habe vieles erlebt. Ich habe mir überhaupt keinen Kopf gemacht“, sagte Alfred Gislason mit Blick auf die aufgekommenen Spekulationen. Der Isländer verwies darauf, dass sein Vertrag noch bis nach der Heim-WM 2027 läuft und er sich nie Gedanken über eine fehlende Rückendeckung vom Verband gemacht habe.

Wolff zurück im Tor

Sportlich ist für den Abend eine Rückkehr zur bewährten Formation zu erwarten. Nach der viel diskutierten Entscheidung, David Späth im Spiel gegen Dänemark beginnen zu lassen, deutet alles darauf hin, dass Andreas Wolff gegen Frankreich mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit wieder im Tor steht. Der Kieler gilt als klare Nummer eins und hatte zuvor mit starken Leistungen überzeugt.

Gleiches gilt für die Flügelspieler Lukas Zerbe und Lukas Mertens, die gegen Dänemark aus Gründen der Belastungssteuerung nicht im Kader standen. Im Alles-oder-Nichts-Spiel ist mit dem Einsatz der Stammkräfte zu rechnen, Experimente sind kaum zu erwarten.

Die Partie zwischen Deutschland und Frankreich wird am heutigen Mittwoch ab 18:00 Uhr live im ZDF übertragen. Zudem ist das Spiel im Livestream in der ZDFmediathek sowie beim Streamingdienst Dyn zu sehen

Équipe Tricolore will Revanche für Olympia

Das Duell mit Frankreich ist für das DHB-Team längst ein Klassiker mit vielen brisanten und mitunter engen Partien. Entsprechend groß ist auch der gegenseitige Respekt. Frankreichs Kreisläufer Ludovic Fabregas stellte sich auf ein knappes Spiel ein. Deutschland sei „eine sehr solide Mannschaft mit sehr guten Torhütern und einer starken Abwehr“, sagte der Profi vom FC Barcelona. Die Niederlage gegen die DHB-Auswahl im olympischen Viertelfinale 2024 diene dabei als zusätzliche Motivation. „Es wird kein Spaziergang“, so Fabregas.

Viele Rechenspiele vor dem letzten Hauptrundenspieltag

Während heute Abend in Herning der direkte Halbfinalist ermittelt wird, ist die Lage am letzten Hauptrundenspieltag insgesamt komplex. Sicher qualifiziert ist bislang nur Gastgeber Dänemark.

Kroatien besitzt nach dem jüngsten Erfolg gegen Slowenien mit einem Sieg gegen Ungarn eine klare Ausgangsposition für den Halbfinaleinzug. Island und Slowenien spielen im direkten Duell um das Weiterkommen, wobei die Slowenen zusätzlich auf Schützenhilfe angewiesen sind. Schweden ist ebenfalls auf fremde Hilfe angewiesen.

Für Norwegen ist der Sprung ins Halbfinale bereits außer Reichweite. Die Skandinavier können am letzten Spieltag maximal noch das Spiel um Platz fünf erreichen, der sportlich von erheblicher Bedeutung ist, da er die direkte Qualifikation für die Handball-WM 2027 in Deutschland sichert. Für Ungarn und die Schweiz endet das Turnier hingegen sicher nach der Hauptrunde.

Einen Überblick über Wetten zur Handball-EM 2026 und die besten Wettanbieter haben wir in einem anderen Artikel gebündelt.

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