SG Flensburg-Handewitt fordert THW Kiel in Gollas Abschiedsderby
Vor dem 116. Landesderby in der Handball-Bundesliga steht Johannes Golla im Fokus. Der Flensburg-Kapitän will sich nach einer Niederlage unter...
Die Karten in der Handball-Bundesliga werden neu gemischt: Am Samstag (16:05 Uhr, live in der ARD) kommt es in der Magdeburger Arena zum absoluten Gipfeltreffen. Der Tabellenführer SC Magdeburg empfängt den direkten Verfolger Füchse Berlin. In diesem hochemotionalen Ost-Derby fällt womöglich nicht nur die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschale, sondern es zementiert auch eine historische Wachablösung im deutschen Handball.
Über Jahrzehnte hinweg blickte Handball-Deutschland gebannt in den hohen Norden. Das Duell zwischen Rekordmeister THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt galt unangefochten als der Klassiker schlechthin. Doch die sportliche Realität hat sich verschoben. Wenn am Wochenende der amtierende Champions-League-Sieger aus Sachsen-Anhalt auf das europäische Spitzenteam aus der Hauptstadt trifft, duellieren sich die beiden aktuell stärksten Mannschaften der Liga.
Die Vorzeichen könnten spannender kaum sein: Die Bördestädter können mit einem Heimsieg einen entscheidenden Schritt in Richtung Titel machen, während die Berliner Gäste ihre vielleicht letzte Chance nutzen wollen, im Titelrennen auf der Zielgeraden noch einmal anzugreifen.
Die Brisanz dieser Paarung ist auch in den Kabinen deutlich spürbar. Füchse-Trainer Nicolej Krickau sieht sein Team im Epizentrum des neuen Handball-Klassikers. Zwar würdigt der Berliner Coach die Historie des Nordduells als Riesenerlebnis, betont aber die veränderten Vorzeichen: Die Bedeutung des Ost-Derbys sei durch die jüngsten sportlichen Erfolge beider Teams enorm gewachsen. Zudem sei die feurige Rivalität zwischen den Nordclubs spürbar abgekühlt.
Diese Einschätzung teilt auch sein wichtigster Akteur auf dem Parkett. Welthandballer Mathias Gidsel sieht im SC Magdeburg den ultimativen Konkurrenten. Der dänische Ausnahmekönner spricht von einer geradezu unfassbaren Rivalität, räumt jedoch respektvoll ein, dass die sportliche Feindschaft zwischen den Hauptstadt-Füchsen und dem SCM historisch noch jünger sei als die jahrzehntelange Fehde im Norden.
Während THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi verständlicherweise den Status seines Nordderbys verteidigt, findet eine absolute Legende des Ost-Handballs deutliche Worte. Stefan Kretzschmar, einst selbst das Aushängeschild des SCM, sieht die Machtverhältnisse klar geklärt. Er zeigte sich von der Emotionalität und Qualität des letzten Aufeinandertreffens der Nordclubs enttäuscht.
Für Kretzschmar steht außer Frage: Wenn der SCM und die Füchse aufeinandertreffen, ist das aktuell das qualitativ Beste, was der deutsche Handball zu bieten hat. Fans und Wettfreunde dürfen sich am Samstagnachmittag also auf ein hochklassiges, physisch intensives und wegweisendes Spektakel freuen, bei dem die Füchse mit breiter Brust anreisen, um den Hausherren in die Meister-Suppe zu spucken.
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