SG Flensburg-Handewitt fordert THW Kiel in Gollas Abschiedsderby
Vor dem 116. Landesderby in der Handball-Bundesliga steht Johannes Golla im Fokus. Der Flensburg-Kapitän will sich nach einer Niederlage unter...
Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat am Freitagabend einen herben Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitten. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha unterlag bei der MT Melsungen in einer dramatischen Partie knapp mit 29:30 (14:17) und verliert zunehmend den Anschluss an die tabellarische Spitzengruppe.
Durch die Niederlage am 26. Spieltag bleiben die „Zebras“ mit nun 36:16 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der Handball-Bundesliga stehen. Die Situation im Kampf um die Königsklasse spitzt sich für die Norddeutschen damit weiter zu: Der ewige Rivale SG Flensburg-Handewitt, der sein Heimspiel gegen Aufsteiger GWD Minden souverän gewann, ist den Kielern nun bereits auf fünf Zähler enteilt. Zwar plant die EHF eine Reform der Champions League, durch die am Ende der Saison möglicherweise auch der dritte Tabellenrang für die Qualifikation ausreichen könnte. Doch auch dieses Ziel wird für den THW nach der Auswärtspleite in Hessen zu einer massiven Herausforderung.
Bereits die Anfangsphase in Kassel verlief für die Gäste denkbar unglücklich. Das geplante Spiel über den Kreis funktionierte nicht, und nach nur elf Minuten musste Veron Nacinovic verletzt das Parkett verlassen. Der Kroate war in der Abwehrarbeit mit dem 135 Kilogramm schweren Letten Dainis Kristopans kollidiert. Nacinovic musste nach einer minutenlangen Behandlung mit starkem Nasenbluten und dem Verdacht auf einen Nasenbeinbruch in die Kabine. Daraufhin übernahm Abwehrspezialist Hendrik Pekeler auch offensive Aufgaben am Kreis.
Zu dem personellen Pech gesellte sich eine ungewohnte Fehleranfälligkeit. Sechs technische Fehler nach 23 Minuten bestraften die Hausherren mit einer 13:11-Führung. Filip Jicha reagierte, nahm einen Torwartwechsel vor und brachte für Andreas Wolff den Spanier Gonzalo Perez de Vargas zwischen die Pfosten. Auch auf der Spielmacher-Position wurde getauscht: Elias Ellefsen a Skipagötu sollte anstelle von Nikola Bilyk für mehr Dynamik sorgen. Richtig bitter wurde es jedoch in den letzten acht Sekunden der ersten Halbzeit: Ein Fehler von Eric Johansson wurde durch einen weiten Wurf ins leere Kieler Tor von David Mandic eiskalt zum 14:17-Pausenstand bestraft.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein kurioses Spiel mit extremen Schwankungen. Zunächst wuchs der Rückstand der Schleswig-Holsteiner auf vier Tore an, bevor ein furioser 5:0-Lauf das Momentum drehte und Kiel plötzlich mit 21:20 (39. Minute) in Front brachte. Doch Melsungen ließ sich nicht beirren und konterte umgehend mit einem eigenen 4:0-Lauf. Vor allem den formstarken Ex-Flensburger Aaron Mensing bekam die Kieler Deckung in dieser entscheidenden Phase überhaupt nicht in den Griff. Trotz einer Auszeit von Jicha zog die MT zwischenzeitlich auf 28:23 davon – eine Hypothek, die in den verbleibenden neun Minuten für den THW Kiel schlichtweg zu groß war. Am Ende stand eine schmerzhafte 29:30-Niederlage auf der Anzeigetafel.
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