Handball: DHB-Team gegen Kroatien ohne viele EM-Helden
Vor den Duellen gegen Kroatien muss das DHB-Team auf fast alle Stars des EM-Sommermärchens verzichten. Die Spiele gelten dennoch als...
Der THW Kiel hat sich vorzeitig und direkt für das Viertelfinale der European League qualifiziert. Der deutsche Handball-Rekordmeister gewann am Dienstagabend sein Heimspiel gegen Bidasoa Irun deutlich mit 27:20 (11:8). Da der direkte Verfolger SG Flensburg-Handewitt parallel bei HB Montpellier verlor, stehen die Kieler bereits vor dem letzten Hauptrundenspiel als Sieger der Gruppe 1 fest.
Nach dem jüngsten Rückschlag in der Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach waren die „Zebras“ auf Wiedergutmachung aus. Gegen die spanischen Gäste lief offensiv zwar nicht alles rund, doch die Defensive konnte sich auf einen Mann verlassen: Andreas Wolff. Der Nationaltorhüter feierte an diesem Abend seinen 35. Geburtstag und beschenkte sich sowie die 5.133 Zuschauer in der Wunderino-Arena mit einer Weltklasse-Leistung.
Bereits zur Halbzeitpause verzeichnete der Jubilar zwölf Paraden und eine sagenhafte Quote von 60 Prozent gehaltener Bälle. Dass die Hausherren zur Pause nur mit 11:8 führten, lag an einer teilweise fahrigen Chancenverwertung im Angriff. Auch im zweiten Durchgang bissen sich die Gäste aus dem Baskenland an der Kieler Deckung und einem weiterhin starken Wolff (insgesamt 17 Paraden) die Zähne aus, sodass der Heimsieg nie ernsthaft in Gefahr geriet.
Durch den eigenen Erfolg und die Schützenhilfe aus Frankreich ist dem THW Kiel der erste Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Das hat für die Belastungssteuerung im engen Terminkalender enorme Bedeutung: Als Gruppensieger überspringen die Fördestädter die Play-off-Runde (31. März und 7. April) und steigen erst im Viertelfinale wieder in den Wettbewerb ein. Die Runde der letzten Acht wird am 28. April und 5. Mai ausgespielt. Das große Ziel bleibt das Final Four in Hamburg Ende Mai.
Das anstehende 115. Landesderby gegen die SG Flensburg-Handewitt am kommenden Dienstag hat damit sportlich keine Relevanz mehr für den Gruppensieg, bleibt aber eine Prestige-Angelegenheit für beide Nordklubs.
Trotz des Erfolgs auf europäischer Bühne bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Rechtsaußen Rasmus Ankermann, der zusammen mit Bence Imre (beide 5 Tore) bester Werfer war, richtete den Blick im NDR-Interview direkt nach vorn: „Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert und sind trotzdem froh über die zwei Punkte.“
Der Fokus liegt nun voll auf dem Liga-Alltag. „Wir spielen in weniger als 48 Stunden Bundesliga und müssen dort etwas gutmachen“, so Ankermann mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart. Dort wollen die Kieler die nötige Konstanz beweisen, um auch national wieder anzugreifen.
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