Alexander Zverev ist erfolgreich in das erste Masters-Turnier des Jahres gestartet. Der deutsche Tennis-Star besiegte den Italiener Matteo Berrettini in Indian Wells souverän mit 6:3, 6:4 und zog in die dritte Runde ein. Dabei überzeugte der Hamburger vor allem mit einer aggressiven Spielweise.

Offensive Strategie zahlt sich aus

Der Auftakt in der kalifornischen Wüste hätte für die deutsche Nummer eins kaum besser laufen können. Nach einem Freilos in der ersten Runde traf Alexander Zverev direkt auf den gefährlichen Matteo Berrettini. Doch statt abzuwarten, setzte der 28-Jährige seine angekündigte Taktik konsequent um: mehr Risiko und mehr Druck.

„Ich hatte in Indian Wells früher Probleme, aber dieses Jahr fühle ich mich anders“, erklärte Zverev nach dem Match, das er in nur 1:12 Stunden für sich entschied. In der Vergangenheit war für ihn bei diesem Turnier spätestens im Viertelfinale Endstation gewesen (Bestmarke seit 2015). Dieses Jahr scheint der Knoten geplatzt zu sein. Die veränderte Herangehensweise war dem Olympiasieger von 2021 deutlich anzumerken, der das Zepter des Handelns von Beginn an in der Hand hielt.

Makelloses Aufschlagspiel gegen Berrettini

Trotz windiger Verhältnisse und Temperaturen um die 20 Grad Celsius ließ Zverev bei eigenem Service nichts anbrennen. Die Statistiken unterstreichen seine Dominanz: Der Hamburger gewann 89 Prozent der Punkte, wenn sein erster Aufschlag kam, und starke 82 Prozent über den zweiten Aufschlag. Besonders bemerkenswert: Er musste gegen den aufschlagstarken Italiener keinen einzigen Breakball abwehren.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung“, resümierte Zverev. Er zollte seinem Gegner dennoch Respekt: „Er ist ein extrem aggressiver Spieler mit einer gewaltigen Vorhand und einem starken Aufschlag. Wenn man sich ein wenig zurückzieht, wird es sehr schwer gegen ihn.“ Genau das verhinderte Zverev jedoch erfolgreich. „Heute hatte ich das Gefühl, dass ich derjenige war, der Druck machte, derjenige, der aggressiv spielte“, so die Analyse des Siegers.

Titeljagd in Kalifornien eröffnet

Mit diesem Sieg im Rücken und dem neu gewonnenen Selbstvertrauen blickt Zverev optimistisch auf den weiteren Turnierverlauf. Der klare Erfolg gegen einen ehemaligen Wimbledon-Finalisten wie Berrettini dient als direkter Beleg dafür, dass seine Risikobereitschaft belohnt wird. Für die Konkurrenz ist dies ein erstes Ausrufezeichen: Mit Alexander Zverev ist in Indian Wells in diesem Jahr fest zu rechnen.

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