Aryna Sabalenka hat erstmals in ihrer Karriere das prestigeträchtige WTA-Turnier in Indian Wells gewonnen. Die Weltranglistenerste besiegte im Finale die Kasachin Jelena Rybakina nach zweieinhalb Stunden in einem hochklassigen Match mit 3:6, 6:3 und 7:6 (8:6). Mit diesem hart umkämpften Triumph glückt der Belarusin zugleich die ersehnte Revanche für die Final-Niederlage bei den Australian Open vor sechs Wochen sowie für das verlorene Endspiel an gleicher Stelle im Vorjahr.

Hitzeschlacht im Tennis Paradise: Sabalenka kämpft sich zurück

Bei extremen Bedingungen und Mittagstemperaturen von über 30 Grad Celsius erwischte die Favoritin zunächst keinen guten Start. Mit dem druckvollen und präzisen Spiel ihrer Kontrahentin hatte Sabalenka in der Frühphase der Begegnung sichtlich Mühe, ähnlich wie bei der bitteren Dreisatzniederlage am 31. Januar in Melbourne. Doch die kraftvolle 27-Jährige fand im Laufe der Partie besser in ihren Rhythmus und arbeitete sich beherzt in das Duell hinein. Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich die Qualität des Endspiels enorm, und die Weltranglistenerste riss das Momentum im zweiten Satz an sich.

Dramatischer Tiebreak bringt 23. WTA-Titel

Im entscheidenden dritten Durchgang spitzte sich die Lage weiter zu. Nach einem frühen Break schlug Sabalenka beim Stand von 5:4 bereits zum Turniersieg auf, zeigte jedoch kurzzeitig Nerven und ließ Rybakina noch einmal herankommen. Die Entscheidung über den Turniersieg musste im Tiebreak fallen: Hier bewies die belarussische Athletin eiserne Moral, wehrte einen Matchball der Kasachin ab und verwandelte schließlich nach kräftezehrenden 150 Minuten Spielzeit ihren ersten eigenen Matchball zum 8:6-Sieg.

Für ihren 23. Titel auf der WTA-Tour kassiert die strahlende Siegerin ein Preisgeld von 1,15 Millionen US-Dollar und baut durch ihren zweiten Saisonerfolg nach Brisbane den Vorsprung an der Spitze der Weltrangliste weiter aus. „Danke Gott, dass ich diese Trophäe habe“, freute sich Sabalenka mit einem Lachen bei der Siegerehrung. „Danke an alle, die dieses Turnier möglich machen. Es ist wirklich das Tennis Paradise.“ Doch auch für die unterlegene Finalistin hat das Event weitreichende positive Folgen: Die 26-jährige Rybakina klettert trotz des verpassten Titels auf den zweiten Rang der Weltrangliste.

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