Nach French-Open-Sieg: Alexander Zverev attackiert Sinner und Alcaraz
Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel in Paris träumt Alexander Zverev vom Sprung an die Spitze der Weltrangliste.
Alexander Zverev ist im Halbfinale des ATP-Masters von Indian Wells ausgeschieden. Der deutsche Tennisstar musste sich dem Weltranglistenzweiten Jannik Sinner nach 1:23 Stunden in der kalifornischen Mittagssonne deutlich mit 2:6 und 4:6 geschlagen geben.
In seinem ersten Halbfinale bei dem mit 9,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier fand Zverev zu selten in seinen Rhythmus. Der 28-Jährige offenbarte in den entscheidenden Momenten ungewohnte Schwächen beim ersten Aufschlag. Bei den zweiten Aufschlägen nutzte Jannik Sinner seine Chancen unbarmherzig und nahm dem verdutzten Hamburger im ersten Satz gleich zweimal in Serie das Service ab. Nach nur 30 Minuten sicherte sich der 24-jährige Südtiroler den ersten Durchgang.
Im zweiten Satz stabilisierte sich das Spiel des Deutschen leicht. Beim Stand von 3:2 griff Zverev nach seinem ersten Break, doch Sinner wehrte den Versuch eiskalt ab. Im direkten Gegenzug holte sich der Italiener stattdessen selbst das Break. Mit druckvollen Schlägen und erbarmungsloser Präzision dominierte Sinner das Geschehen fortan bis zum Matchgewinn.
Für Zverev, der sehr stark ins Jahr 2026 gestartet war und dem späteren Sieger Carlos Alcaraz bei den Australian Open ein episches Fünfsatz-Match geliefert hatte, verfestigt sich eine negative Serie. Die Niederlage in der kalifornischen Wüste war bereits die sechste Pleite in Folge gegen Sinner. Zudem verlor Zverev nun neunmal nacheinander gegen die Nummer eins oder zwei der Weltrangliste.
Trotz des verpassten Finales, in dem Zverev der erste deutsche Teilnehmer in Indian Wells seit Boris Becker (1987 und 1988) hätte werden können, erreichte er einen historischen Meilenstein: Mit dem Einzug in die Vorschlussrunde hat Zverev nun bei allen neun Masters-Turnieren mindestens im Halbfinale gestanden. Er schließt sich damit einem elitären Zirkel um Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray an.
Das Traumfinale der aktuellen Dominatoren fällt unterdessen aus. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Russe Daniil Medvedev überraschend gegen den spanischen Weltranglistenersten Carlos Alcaraz mit 6:3 und 7:6 (7:3) durch. Damit kommt es im Endspiel zum Duell zwischen Medvedev und Sinner.
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