Wachablösung in Melbourne: Alcaraz stürzt Djokovic, Rybakina gewinnt gegen Sabalenka
Alcaraz gewinnt das Duell der Spielergenerationen Im Endspiel der Männer besiegte die Nummer eins der Welt, Carlos Alcaraz, den zehnmaligen...
Melbourne erweist sich für Alexander Zverev wieder einmal als gutes Pflaster: Zum vierten Mal steht der Deutsche bei den Australian Open im Halbfinale, insgesamt ist es bereits sein zehntes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. 2025 hatte er es bis ins Finale geschafft, dort aber gegen den Südtiroler Jannik Sinner klar in drei Sätzen verloren. Auch in diesem Jahr präsentierte sich der an Position drei gesetzte Hamburger wieder als verlässlicher Hardcourt-Spieler, der sich im Turnierverlauf kontinuierlich steigerte.
Nach Vier-Satz-Siegen in den ersten Runden folgte im Achtelfinale ein klarer Dreisatzerfolg gegen Francisco Cerúndolo aus Argentinien. Im Viertelfinale wurde Zverev dann deutlich stärker gefordert: Gegen den US-Youngster Learner Tien setzte er sich mit 6:3, 6:7 (5:7), 6:1, 7:6 (7:3) durch. Ausschlaggebend waren 24 Asse und Nervenstärke in den entscheidenden Momenten. In der kritischen Phase des vierten Satzes gewann Zverev neun Punkte in Serie und verhinderte so einen fünften Durchgang.
Entsprechend erleichtert zeigte sich der Deutsche nach dem Match: „Ich bin extrem glücklich darüber, zurück im Halbfinale zu sein“, sagte Zverev. Gleichzeitig zollte Zverev seinem Gegner großen Respekt: „Learner hat von der Grundlinie unglaublich gut gespielt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gegen jemanden gespielt habe, der so gut von der Grundlinie war. Ohne die Asse wäre es schwer geworden.“
Zverevs Kontrahent in der Runde der letzten Vier, Carlos Alcaraz, betritt in Melbourne Neuland. Die Nummer eins der Welt steht erstmals im Halbfinale der Australian Open, und das ohne Satzverlust im bisherigen Turnierverlauf. Im Viertelfinale ließ der Spanier Lokalmatador Alex de Minaur beim 7:5, 6:2, 6:1 keine Chance und bestimmte die Partie spätestens ab dem zweiten Satz mit brachialer Schlaggeschwindigkeit.
Mit Blick auf das Halbfinale am kommenden Freitag sprach Alcaraz von einer besonderen Herausforderung. „Zverev spielt sehr gutes, aggressives Tennis. Wir müssen taktisch perfekt vorbereitet sein – es wird eine große Schlacht.“
Für Alcaraz ist das Halbfinale mehr als nur der nächste Schritt Richtung Titel. Die Australian Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das ihm bislang noch fehlt. Mit zwei weiteren Siegen würde der 22-Jährige als jüngster Spieler der Geschichte alle vier Major-Titel gewinnen und damit die Altersmarke von Rafael Nadal unterbieten, dem dies im Alter von 24 Jahren gelang.
Gleichzeitig hat der Spanier mit Zverev noch eine Rechnung offen. Im direkten Vergleich steht es 6:6, bei den Australian Open trafen beide bislang einmal aufeinander, im Viertelfinale 2024 setzte sich Zverev in vier Sätzen durch.
Die übrigen Halbfinalisten werden in den verbleibenden Viertelfinals ermittelt. Novak Djokovic trifft auf den Italiener Lorenzo Musetti, während Titelverteidiger Jannik Sinner gegen den US-Amerikaner Ben Shelton gefordert ist.
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