Australian Open: Sabalenka trifft im Finale auf makellose Rybakina
Svitolina verpasst erneut Major-Finale Schon im ersten Satz entwickelte sich ein intensives Duell zwischen der Ukrainerin Elina Svitolina und Aryna...
Im Endspiel der Männer besiegte die Nummer eins der Welt, Carlos Alcaraz, den zehnmaligen Australian-Open-Champion Novak Djokovic mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5. Nach 3:04 Stunden war die bis dahin makellose Finalbilanz des Serben in Melbourne (10:0) Geschichte. Das Match wird als Duell zweier Tennisgenerationen in die Geschichtsbücher eingehen: Der 16 Jahre jüngere Alcaraz entthronte den 38-jährigen Djokovic und setzte ihm nach Jahren der Dominanz in Australien erstmals klare Grenzen.
Djokovic dominierte den ersten Satz nahezu fehlerlos, doch mit zunehmender Spieldauer kippte das Match. Alcaraz, der im Halbfinale in einem regelrechten Tennismarathon Alexander Zverev nach fünf Sätzen ausgeschaltet hatte, agierte beweglicher und konstanter in den langen Rallyes und übernahm ab dem zweiten Durchgang die Kontrolle. Während Djokovic dem ebenfalls kräftezehrenden Halbfinale gegen Jannik Sinner zunehmend Tribut zollen musste, steigerte sich der Spanier physisch wie mental. Im vierten Satz verpasste der Djoker beim Stand von 4:4 seine letzte große Chance auf ein Comeback. Zwei Breakbälle blieben ungenutzt. Wenig später servierte Alcaraz zum Titel.
Der Triumph in Melbourne ist für den 22-Jährigen in mehrfacher Hinsicht historisch: Es ist sein erster Australian-Open-Titel und bereits der siebte Grand-Slam-Sieg insgesamt. Mit Erfolgen bei allen vier Majors vollendet Alcaraz als jüngster Spieler der Tennisgeschichte den Career Grand Slam und löst Rafael Nadal als bisherigen Rekordhalter ab – zwei Jahre früher als sein Landsmann. Djokovic verpasste seinen 25. Major-Titel, setzte in Australien aber neue Alters- und Teilnahmerekorde.
Das Finale der Frauen entwickelte sich zum erwarteten Kraft- und Nervenspiel. Elena Rybakina setzte sich nach 2:18 Stunden mit 6:4, 4:6, 6:4 gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus durch und entschied damit auch das Rematch des Endspiels von 2023 für sich. Damals hatte Sabalenka die Partie nach verlorenem ersten Satz noch mit 4:6, 6:3, 6:4 zu ihren Gunsten gedreht.
Rybakina zeigte sich stabil beim Aufschlagspiel, klarer Länge von der Grundlinie und bemerkenswerter Ruhe in den entscheidenden Momenten. Im dritten Satz drehte sie einen 0:3-Rückstand und servierte den Matchball mit einem Ass aus. Es war ihr zweiter Grand-Slam-Titel nach Wimbledon 2022 und der erste Australian-Open-Triumph einer Spielerin aus Kasachstan.
Sabalenka verpasste ihren fünften Major-Titel, bestätigte mit vier Australian-Open-Finals in Serie jedoch ihre Ausnahmestellung in Melbourne als erste Spielerin seit der Schweizerin Martina Hingis. Rybakina wiederum schaltete auf dem Weg zum Titel mit Sabalenka die Nummer eins und mit der US-Amerikanerin Jessica Pegula die Nummer zwei der Welt aus, ein Kunststück, das im modernen Profitennis vor ihr nur den US-Spielerinnen Jennifer Capriati, Serena Williams und Madison Keys gelungen war. Der Lohn dafür: Neben dem Grand-Slam-Titel sprang Rybakina in der WTA-Weltrangliste von Platz fünf auf Rang drei.
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