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Die internationale Basketball-Welt verneigt sich erneut vor ihrem größten deutschen Botschafter. Am Dienstagabend wurde Dirk Nowitzki in Berlin feierlich in die Hall of Fame der FIBA aufgenommen. Im Kraftwerk würdigte der Weltverband die außergewöhnliche Karriere des langjährigen NBA-Profis, der als erst dritter Deutscher diese prestigeträchtige Auszeichnung erhält.

Emotionale Rückkehr an eine historische Stätte

Für die Dallas-Legende ist der Ort der Ehrung ein ganz besonderer. Berlin weckt bei Nowitzki tiefe, teils schmerzhafte, aber vor allem bewegende Erinnerungen. Im September 2015 stand der Ausnahmekönner auf dem Parkett der Arena am Ostbahnhof, als das Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Heim-Europameisterschaft besiegelt wurde. Unter Tränen und begleitet von minutenlangen Standing Ovations beendete er damals seine internationale Laufbahn. Auch auf Vereinsebene hinterließ er in der Hauptstadt Spuren, etwa beim viel beachteten Freundschaftsspiel der Dallas Mavericks gegen Alba Berlin im Jahr 2012.

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Schweiß, harte Arbeit und das Wagner-Erbe

Doch Nowitzkis Vermächtnis in Berlin besteht nicht nur aus großen Auftritten im Rampenlicht. Fernab der jubelnden Massen formte der Würzburger sein unnachahmliches Spiel. Unter der Anleitung seines Mentors Holger Geschwindner verbrachte er unzählige Sommer in den Trainingshallen von Alba Berlin – zunächst in einer simplen Grundschulturnhalle in der Knaackstraße, später im modernen Trainingszentrum in der Schützenstraße. Genau diese unermüdliche Arbeitsethik und seine bodenständige Art prägen die deutsche Basketball-Landschaft bis heute. Seine Spuren reichen direkt bis zur aktuellen Weltmeister-Generation und inspirieren Ausnahme-Talente wie die Berliner Wagner-Brüder, die Nowitzkis Erbe in der NBA heute eindrucksvoll fortführen.

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