Edmonton Oilers besiegen Anaheim Ducks – Draisaitl glänzt mit Doppelpack
Die Edmonton Oilers wehren den ersten Matchball der Anaheim Ducks ab und verkürzen in der Playoff-Serie auf 2:3.
Die Anaheim Ducks haben Spiel 4 der Playoff-Serie gegen die Edmonton Oilers auf dramatische Weise für sich entschieden. Durch einen knappen 4:3-Erfolg nach Verlängerung bauen die Kalifornier ihre Führung in der Serie auf 3-1 aus. Überschattet wurde der Sieg jedoch von einer heftigen Kontroverse um den entscheidenden Treffer von Ryan Poehling, der bei den unterlegenen Oilers für reichlich Frust sorgte.
Die Verlängerung war gerade einmal knapp 150 Sekunden alt, als sich die spielentscheidende Szene ereignete. Poehling brachte den Puck in Richtung des von Tristan Jarry gehüteten Tores. Das Spielgerät prallte vom Schlittschuh des Oilers-Verteidigers Darnell Nurse ab und trudelte in Richtung Torlinie. Zunächst signalisierte Schiedsrichter Jake Brenk kein Tor. Doch nach einer etwa 90-sekündigen Beratung auf dem Eis änderten die Unparteiischen ihre Meinung – eine Entscheidung, die den Druck auf den anschließenden Videobeweis massiv erhöhte.
Da das Tor auf dem Eis nun anerkannt war, hätte der sogenannte Situation Room eindeutige Beweise für das Gegenteil finden müssen, um den Treffer zurückzunehmen. Das Problem: Auf den TV-Bildern verdeckte die Kufe von Jarrys Schlittschuh die entscheidende Sicht. Dennoch bestätigten die Offiziellen kurz darauf, dass der Puck die Linie vollständig überquert habe.
Bei den Edmonton Oilers stieß diese Entscheidung auf pures Unverständnis. „Ihr habt es auf dem Bildschirm gesehen. Wir haben es auf den Fernsehern an der Bank gesehen. Ich weiß nicht, wie sie das als eindeutiges Tor werten können“, machte Verteidiger Mattias Ekholm seinem Ärger Luft. Auch Torhüter Jarry zeigte sich ratlos: „Es ist schwer. Wir haben es uns gerade angesehen und man kann wirklich nicht sagen, ob der Puck drin war.“
Gänzlich anders wurde die Situation im Lager der Anaheim Ducks bewertet. Torschütze Poehling erklärte nach der Partie: „Ich dachte, ich hätte etwas Weißes hinter der Linie gesehen, als ich hinter dem Tor stand. Dann haben alle gefeiert.“ Auch der Head Coach der Ducks ließ keine Zweifel aufkommen und betonte selbstbewusst: „Wir wussten alle, dass er drin war.“ Für Edmonton heißt es nun, den Rückschlag schnell abzuhaken – im nächsten Spiel stehen die Oilers bereits mit dem Rücken zur Wand.
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