RB Leipzig plant Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Ole Werner
RB Leipzig strebt nach einer starken Saison Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Trainer Ole Werner an.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sichert sich ein massives finanzielles Polster: Nach dem geplatzten Investoren-Deal stellt der Sportartikelhersteller Adidas dem Ligaverband ab sofort ein Darlehen von bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dieser Kapitalspritze soll die internationale Medienvermarktung der Bundesligen massiv vorangetrieben werden.
Nachdem die DFL in der Vergangenheit mit dem Versuch gescheitert war, externe Investoren ins deutsche Fußball-Oberhaus zu holen, rückt nun ein langjähriger Partner in den Fokus. Das Präsidium der Dachorganisation hat einstimmig beschlossen, einen Darlehensrahmen der Marke mit den drei Streifen zu partnerschaftlichen Konditionen anzunehmen. Damit das Geld endgültig fließen kann, steht lediglich noch die formelle Zustimmung der Mitgliederversammlung aus.
Im Zuge dieser finanziellen Einigung weiten beide Parteien auch ihre sportliche Zusammenarbeit deutlich aus. Adidas bleibt bis mindestens 2034 der offizielle Lieferant für den Spielball des deutschen Profifußballs. Der ursprünglich bis zur Saison 2029/30 laufende Vertrag wird somit vorzeitig um vier Jahre verlängert. Ein cleverer Schachzug für die Rückzahlung: Die DFL kann künftig die Einnahmen aus der Lizenzierung des Spielballs direkt mit dem Darlehen verrechnen.
Wichtig für die Fans und die Vereine: Sollte das Darlehen abgerufen werden, wandern die Millionen nicht in die Taschen einzelner Klubs, um teure Transfers zu finanzieren. Stattdessen ist das Budget zweckgebunden für Maßnahmen der Medienvermarktung vorgesehen. Der Ligaverband will die Sichtbarkeit und Attraktivität der Liga auf dem globalen Markt erhöhen.
DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke sieht in dem Schritt eine enorme Chance: Das Finanzierungsmodell biete in gesamtwirtschaftlich dynamischen Zeiten eine wichtige Option, gezielt in das Wachstum zu investieren. Auch Adidas-CEO Björn Gulden spricht von einer neuen Dimension der Zusammenarbeit.
Der Hintergrund dieser strategischen Partnerschaft ist die wachsende finanzielle Kluft zur englischen Premier League. Während auf der Insel Milliarden durch internationale Geldgeber und TV-Verträge fließen, bremsten in Deutschland massive Fan-Proteste den Einstieg von Private-Equity-Firmen aus. Die strikte Einhaltung der 50+1-Regel schützt zwar die Mitbestimmung der Vereinsmitglieder, fordert aber wirtschaftlich ihren Tribut.
DFL-Geschäftsführer Marc Lenz rechnete kürzlich vor, dass dem deutschen Fußball durch die ausbleibenden Investorengelder in den vergangenen zehn Jahren rund 15 Milliarden Euro an Kapital im Vergleich zur internationalen Konkurrenz entgangen sind. Mit der 100-Millionen-Injektion von Adidas macht die Bundesliga nun einen ersten Schritt, um zumindest bei der Vermarktung wieder Boden gutzumachen, ohne dabei ihre tief verwurzelten Grundprinzipien aufzugeben.
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