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Auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer hat Bayer Leverkusen offenbar Oliver Glasner als absolute Wunschlösung auserkoren. Der 51-jährige Österreicher, der den Premier-League-Klub Crystal Palace nach der laufenden Saison verlässt, soll das Team übernehmen, lässt die Verantwortlichen der Werkself bislang aber noch warten.

Glasner zögert: Fokus auf Europapokal und England-Traum

Bislang hat der ehemalige Frankfurter Erfolgscoach auf die Avancen aus dem Rheinland nicht reagiert. Dafür gibt es zwei handfeste Gründe: Zum einen steht der Fußballlehrer am kommenden Mittwoch mit seinem aktuellen Klub im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano und kämpft dort um einen internationalen Titel. Zum anderen liebäugelt der Taktikfuchs dem Vernehmen nach mit einem Engagement bei einem noch namhafteren Verein der englischen Eliteliga.

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Allerdings schwinden die Optionen auf der Insel für ihn zusehends. Der FC Chelsea, bei dem der Österreicher zuletzt als heißer Kandidat gehandelt wurde, hat sich für Xabi Alonso entschieden, der am 1. Juli das Zepter in London übernimmt. Auch bei Manchester United ist die Tür wohl zu, da die Red Devils Interimstrainer Michael Carrick fest installieren möchten. Diese Entwicklungen könnten einen Wechsel in die Bundesliga wieder deutlich wahrscheinlicher machen.

Die Zeit drängt: Bayer Leverkusen braucht Planungssicherheit

Für Sportchef Simon Rolfes und Geschäftsführer Fernando Carro duldet die Trainerfrage keine lange Hängepartie. Bis Ende des Monats soll feststehen, wer an der Seitenlinie das Sagen hat. Die Führungsriege steht enorm unter Zugzwang, und auch der Gesellschafter-Ausschuss um Ex-CEO Werner Wenning beobachtet das Treiben auf dem Transfermarkt ganz genau.

Die jüngste Vergangenheit auf der Leverkusener Trainerbank gleicht einer sportlichen Talfahrt. Nachdem die Zusammenarbeit mit Erik ten Hag zu einem regelrechten Fiasko wurde, steht nun auch Nachfolger Kasper Hjulmand vor dem Aus. Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen den Hamburger SV und der damit endgültig verpassten Qualifikation für die Champions League vermied Rolfes ein Bekenntnis zum Dänen, der eigentlich noch bis 2027 gebunden ist. Ein weiterer Fehlgriff wäre fatal – der nächste Schuss der Leverkusener Vereinsführung muss zwingend sitzen.

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