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Trotz einer sportlichen Delle mit drei Niederlagen aus den letzten vier Partien setzt Borussia Dortmund ein unmissverständliches Zeichen: Der BVB plant in den kommenden Wochen Gespräche, um den ohnehin noch bis 2027 laufenden Vertrag mit Cheftrainer Niko Kovac vorzeitig zu verlängern. Damit wollen die Verantwortlichen der aufkommenden Kritik im Umfeld entschieden entgegentreten.

Klare Tendenz der Dortmunder Chefetage

Wie aus übereinstimmenden Berichten von „Ruhr Nachrichten“ und „Bild“ hervorgeht, ist die interne Entscheidung bei den Schwarz-Gelben bereits gefallen. Die Vereinsführung möchte mit dem 54-jährigen Übungsleiter und dessen Management zeitnah in Verhandlungen über eine Ausweitung des Arbeitspapiers treten. Diese proaktive Maßnahme soll vor allem dazu dienen, der aufflammenden Trainerdebatte im Dortmunder Umfeld sofort die Grundlage zu entziehen und absolute Rückendeckung zu signalisieren.

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Auch der neue BVB-Sportdirektor Ole Book, der die Nachfolge von Sebastian Kehl angetreten hat, stellte sich nach der jüngsten 0:1-Niederlage am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach demonstrativ vor seinen Coach. Er betonte, dass man die Überzeugung für Kovac bereits klar kommuniziert habe und er die Zusammenarbeit sehr schätze. An der positiven Bewertung der Arbeit des Fußballlehrers habe das verlorene Borussen-Duell ganz sicher nichts geändert.

Absage an die Premier League

Während in der Bundesliga diskutiert wird, weckt der BVB-Coach auch international Begehrlichkeiten. Vor allem der englische Traditionsklub Manchester United soll sich intensiv um die Dienste des Kroaten bemüht haben. Dennoch möchte Kovac sein Engagement in Westfalen dem Vernehmen nach unbedingt fortsetzen. Das Thema eines Wechsels in die Premier League ist laut „Bild“ aktuell vom Tisch.

Kovac wehrt sich gegen Stil-Kritik

Neben den nackten Ergebnissen stand zuletzt auch die Spielweise der Borussia im Fokus der Kritiker. In einem Interview mit der „FAZ“ wehrte sich der Ex-Münchner vehement gegen die Vorwürfe und verwies auf die enorm hohe Erwartungshaltung in Dortmund, die deutlich über der von den meisten anderen Bundesligisten liege.

Dabei stellte er die pragmatische Frage in den Raum, ob Attraktivität im modernen Fußball wichtiger sei als der nackte Erfolg. Die Bundesliga sei keine Theaterbühne, auf der jedes Spiel ein garantiertes Offensiv-Spektakel mit vier Toren biete, so der erfahrene Trainer. Vieles bleibe unberechenbar, doch der 54-Jährige ist fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft in der laufenden Saison bereits sehr gute und attraktive Auftritte gezeigt habe.

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