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Konrad Laimer und der FC Bayern München stecken in einer Sackgasse bei den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Der österreichische Nationalspieler strebt einen Verbleib an der Isar an, fordert jedoch eine erhebliche Gehaltserhöhung, die der deutsche Rekordmeister aktuell ablehnt. Sportvorstand Max Eberl bestätigte den Stillstand in den Gesprächen öffentlich.

Gehaltspoker: Eberl bestätigt unterschiedliche Vorstellungen

Nach den jüngsten und überaus kostspieligen Vertragsverlängerungen von Leistungsträgern wie Alphonso Davies, Dayot Upamecano und Jamal Musiala tritt die sportliche Leitung in München bei den weiteren Kaderplanungen nun auf die Bremse. Medienberichten zufolge peilt das Lager von Konrad Laimer ein künftiges Salär von rund 15 Millionen Euro an. Dies entspräche beinahe einer Verdoppelung seines aktuellen Gehalts, das auf etwa acht Millionen Euro geschätzt wird. Diese Forderung stößt an der Säbener Straße auf klaren Widerstand.

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Nach dem jüngsten 3:3-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim bezog Max Eberl Stellung zur Personalie. Der Sportvorstand räumte ein, dass die Parteien mit ihren Vorstellungen momentan nicht zueinanderfinden. Gleichzeitig stellte Eberl klar, dass das Verhältnis keineswegs zerrüttet sei. Es gebe schlichtweg zwei verschiedene Standpunkte, und man müsse abwarten, ob sich in den kommenden Verhandlungsrunden noch eine gemeinsame Brücke bauen lasse.

Vom Rotationsspieler zu Kompanys Pressing-Maschine

Dabei sind die sportlichen Argumente des 28-Jährigen auf dem Rasen durchaus beachtlich. Unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany hat sich der Rechtsfuß zu einem enorm wichtigen Baustein entwickelt. Während der laufstarke Mittelfeldmann in seiner Debütsaison unter Thomas Tuchel noch häufig zwischen Ersatzbank und Startelf pendelte, profitiert er nun von der taktischen Neuausrichtung. Da Joshua Kimmich wieder fest auf der Sechser-Position agiert, etablierte sich der Ex-Leipziger als verlässliche Kraft auf der rechten defensiven Außenbahn.

Kompany schätzt vor allem die aggressive Spielweise und die Vielseitigkeit seines Schützlings. Der Defensivspezialist verkörpert das geforderte Angriffspressing bis an den gegnerischen Strafraum wie kaum ein anderer im Kader. Diese unermüdliche Arbeit für die Mannschaft hebt auch sein ehemaliger Förderer Alexander Zickler hervor. Der Ex-Münchner, der den Spieler bereits aus gemeinsamen Tagen in Salzburg und Leipzig bestens kennt, mutmaßt, dass dem Dauerläufer in München aktuell schlichtweg die nötige Wertschätzung fehlt. Ob der Verein diese Anerkennung in Form des geforderten Millionen-Vertrags doch noch erbringt, wird die Zukunft zeigen.

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