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Borussia Dortmund hat sich am vorletzten Spieltag der Bundesliga mit einem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt die Vizemeisterschaft gesichert. Während der BVB am Freitagabend einen frühen Rückstand eindrucksvoll drehte, müssen die Hessen nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge ernsthaft um die Teilnahme am internationalen Geschäft zittern.

Früher Schock und rasante Wende vor der Pause

Dabei erwischte die Eintracht einen Traumstart in die Begegnung. Bereits in der zweiten Minute leistete der Ex-Dortmunder Mahmoud Dahoud nach starker Ballbehauptung im Strafraum die Vorarbeit für Can Uzun, der präzise zur Gästeführung einschob. Die Hausherren zeigten sich jedoch nur kurz beeindruckt und übernahmen nach einer Viertelstunde die Spielkontrolle. Noch vor dem Pausenpfiff drehten Serhou Guirassy (42.) und Nico Schlotterbeck (45.+1) die rasante Partie zugunsten der Schwarz-Gelben. BVB-Trainer Niko Kovac lobte im Nachgang ausdrücklich die gute Reaktion seiner Mannschaft auf den frühen Gegentreffer.

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Inacio trifft zur Vorentscheidung – Brandt nimmt Abschied

Im zweiten Durchgang fand Dortmund endgültig in die Spur, immer wieder angetrieben von Julian Brandt, der sein letztes Heimspiel vor heimischer Kulisse absolvierte. Für die vermeintliche Entscheidung sorgte schließlich der 18-jährige Samuele Inacio (72.), der seinen allerersten Bundesligatreffer bejubeln durfte. Der späte Anschlusstreffer durch den eingewechselten Jonathan Burkardt (87.) brachte zwar noch einmal kurzzeitig Spannung, änderte aber nichts mehr am verdienten Dortmunder Heimerfolg, der den zweiten Tabellenplatz rechnerisch zementiert.

Krisenstimmung am Main: Riera unter Druck

Für die als Champions-League-Teilnehmer ambitioniert in die Saison gestarteten Frankfurter rückt das europäische Geschäft damit in weite Ferne. Um zumindest noch in die Conference League einzuziehen, muss die SGE den SC Freiburg von Platz sieben verdrängen. Gelingt den Breisgauern am Sonntag jedoch ein Auswärtssieg beim Hamburger SV, sind alle hessischen Hoffnungen endgültig geplatzt.

Entsprechend angespannt ist die Lage rund um Trainer Albert Riera, der im Februar auf Dino Toppmöller folgte. Nach durchwachsenen Wochen gilt der Spanier als angezählt. Sportvorstand Markus Krösche schloss im Vorfeld jedoch einen sofortigen Rauswurf aus und garantierte, dass Riera auch beim Saisonfinale an der Seitenlinie stehen wird. Der Chefcoach selbst warb um Geduld und zeigte sich überzeugt, dass er seinem Team mit etwas mehr Eingewöhnungszeit deutlich besser helfen könne.

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