VfB Stuttgart sichert Champions-League-Ticket nach Frankfurt-Remis
Der VfB Stuttgart bucht trotz eines Remis in Frankfurt das Ticket für die Champions League und krönt eine starke Saison.
Nach nur dreieinhalb Monaten Amtszeit steht Cheftrainer Albert Riera bei Eintracht Frankfurt offenbar kurz vor dem Aus. Sportvorstand Markus Krösche vermied nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart ein klares Bekenntnis zum spanischen Übungsleiter und kündigte stattdessen eine tiefgehende Analyse der aktuellen sportlichen Talfahrt an. Die Zeichen bei den Hessen stehen auf Trennung.
Dass die Luft für den 42-jährigen Cheftrainer immer dünner wird, machte nicht zuletzt der eigene Anhang deutlich. Mitten im Spiel gegen die Schwaben entrollten die Frankfurter Ultras ein unübersehbares Banner mit der Aufschrift: Nada de gracias, Alberto. Zu Deutsch: Danke für nichts, Alberto. Diese schonungslose Botschaft unterstreicht die massiven Spannungen, die sich in den vergangenen Wochen zwischen der Mannschaft, dem Trainerstab und der aktiven Fanszene aufgebaut haben.
Wer nach dem Schlusspfiff auf ein rettendes Wort der Chefetage gehofft hatte, wurde enttäuscht. Markus Krösche ließ die Frage nach der Zukunft des im Februar verpflichteten Coaches demonstrativ unbeantwortet. Auf die Nachfrage, ob das Remis gegen Stuttgart bereits Rieras letzter Auftritt an der Seitenlinie war, blockte der SGE-Sportvorstand ab: „Ich werde heute mit Ihnen nicht über Personalien sprechen.“
Vielmehr kündigte der 45-Jährige eine harte Aufarbeitung an. Er wolle die Geschehnisse zunächst sacken lassen, bevor man in die unweigerliche Analyse gehe. Ein klassisches Treueschwur-Szenario im Profifußball sieht definitiv anders aus.
Die nackten Zahlen sprechen schonungslos gegen den Nachfolger von Dino Toppmöller. Mit einer mageren Ausbeute von vier Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen kommt der Spanier auf einen Punkteschnitt von lediglich 1,21 Zählern pro Partie. Damit reiht er sich in die Riege der schwächsten Frankfurter Bundesliga-Trainer des letzten Jahrzehnts ein – nur Armin Veh unterbot diesen Wert in der Saison 2015/16.
Doch nicht nur die sportliche Krise bringt den Trainerstuhl zum Wackeln. Der exzentrische Führungsstil des Spaniers sorgte für reichlich Zündstoff. Wiederholte Berichte über interne Spannungen mit Schlüsselspielern, darunter Jonathan Burkardt, sowie öffentlichkeitswirksame Reibereien mit Medienvertretern haben das Binnenklima bei der Eintracht stark belastet.
Trotz der erdrückenden Faktenlage fand Krösche abschließend noch leicht beschwichtigende Worte für seinen einstigen Wunschkandidaten: „Für Albert war das sicherlich keine einfache Situation hier bei uns. Das muss man ehrlicherweise sagen.“ Ob dieses kleine Zugeständnis reicht, um Riera vor dem vorzeitigen Rauswurf zu bewahren, darf jedoch stark bezweifelt werden.
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