13

Der VfB Stuttgart hat sich am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga die Teilnahme an der Champions League gesichert. Trotz eines 2:2-Unentschiedens bei Eintracht Frankfurt verteidigten die Schwaben den vierten Tabellenplatz, da Konkurrent TSG Hoffenheim parallel patzte. Damit feiert die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß die Rückkehr in die europäische Königsklasse.

Frühe VfB-Führung und später Frankfurter Ausgleich

Nach einer durch Pyrotechnik im Fanblock verursachten sechsminütigen Verzögerung starteten die Gäste hochkonzentriert in die Partie. Bereits in der zehnten Spielminute köpfte Chema Andrés zur Stuttgarter Führung ein. Die Gäste dominierten weite Teile der ersten Hälfte und bauten den Vorsprung durch Nikolas Nartey in der Nachspielzeit (45.+4) weiter aus. Zuvor hatte Chris Führich (8.) bereits die erste große Möglichkeit der Schwaben verzeichnet, während auf der Gegenseite Can Uzun am aufmerksamen Alexander Nübel scheiterte (22.).

Eintracht Frankfurt steckte jedoch nach dem Seitenwechsel nicht auf und kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück. Der eingewechselte Jonathan Burkardt verwandelte gleich zwei Elfmeter – zunächst nach einem Foulspiel (72.), dann nach einem Handspiel in der Nachspielzeit (90.+2) – und rettete den Hausherren in einer ansonsten höhepunktarmen Begegnung zumindest einen Punktgewinn.

Schützenhilfe aus Mönchengladbach perfektioniert Königsklasse

Da die zuvor punktgleiche TSG Hoffenheim im Parallelspiel eine deutliche 1:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach hinnehmen musste, reichte dem VfB der eine Zähler am Main, um den begehrten vierten Rang endgültig abzusichern. Nach nur einem Jahr Abstinenz mischt der Verein somit wieder auf der größten europäischen Fußballbühne mit. Ein grandioser Erfolg für das Team, das den vollen Fokus nun auf ein weiteres Highlight richtet: das anstehende DFB-Pokalfinale gegen Bayern München am 23. Mai in Berlin.

Ernüchterung am Main: Riera vor dem Aus

Während bei der Hoeneß-Elf ausgelassen gefeiert wurde, herrscht bei Eintracht Frankfurt tiefe Enttäuschung. Erstmals seit der Spielzeit 2020/21 verpassen die Hessen das internationale Geschäft komplett. Die Zeichen stehen auf massiven Umbruch: Trainer Albert Riera, der vor der Partie mit einem lauten Pfeifkonzert der eigenen Anhänger empfangen wurde, steht nach nur dreieinhalb Monaten Amtszeit und einer nervenaufreibenden Saison wohl kurz vor der Entlassung. Der späte Punktgewinn änderte nichts mehr an der tristen Grundstimmung und dem Galgenhumor der heimischen Fans.

Verwandte Beiträge