9

Der FC Barcelona steht unmittelbar vor dem Gewinn der 29. spanischen Meisterschaft. Das Team von Cheftrainer Hansi Flick kann den Titel bereits an diesem Sonntag (21:00 Uhr) im prestigeträchtigen Clásico gegen Real Madrid im heimischen Camp Nou perfekt machen. Mit einem komfortablen Vorsprung von elf Punkten gehen die formstarken Katalanen in den Endspurt einer Saison, die zwar von nationaler Dominanz geprägt ist, aber auch bittere Momente auf internationaler Bühne bereithielt.

Kontrastprogramm vor dem Clásico: Harmonie trifft auf Kabinenzoff

Während sich die Blaugrana auf die nahende Meisterfeier vorbereiten, könnte die Stimmung beim ewigen Rivalen aus der Hauptstadt kaum schlechter sein. Bei Real Madrid droht eine Saison gänzlich ohne Titel zu enden, was intern tiefe Spuren hinterlässt. Zuletzt eskalierten die Spannungen sogar in einem handfesten Kabinenstreit zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni. Der Haussegen bei den Königlichen hängt gewaltig schief.

Passend zum Thema

Ganz anders präsentiert sich die Flick-Elf. Die Chemie in der Mannschaft stimmt, was sich auch abseits des Platzes zeigt. Als der verletzte Jungstar Lamine Yamal kürzlich im eleganten Outfit das Training besuchte, sorgte Hansi Flick mit dem spontanen Spitznamen Geschäftsmann für großes Gelächter. Diese Leichtigkeit wollen die Katalanen nun in das 222. Duell mit Real Madrid mitnehmen und den Erzrivalen mit einem Derbysieg endgültig distanzieren.

Beeindruckender Zwischenspurt als Fundament des Erfolgs

Dass Barcelona den Titel so souverän verteidigen wird, liegt an einem herausragenden Lauf im Frühling. Zehn Siege in Serie feierte das Team zuletzt in der Liga – eine Konstanz, der kein anderer spanischer Klub etwas entgegenzusetzen hatte. Seit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen den FC Girona im Februar marschierte der Spitzenreiter unaufhaltsam vorneweg. Bereits im Januar hatte die Mannschaft zudem mit einem spektakulären 3:2-Erfolg über Real Madrid die Supercopa in die heimische Vitrine geholt.

Die Dellen einer ansonsten starken Saison

Trotz der nationalen Erfolge herrscht in der katalanischen Metropole nicht nur eitel Sonnenschein. Den Traum vom Double, das noch in der vergangenen Spielzeit bejubelt wurde, musste die Mannschaft bereits Anfang März begraben. Im Halbfinale der Copa del Rey erwies sich Atlético Madrid als zu hohe Hürde.

Besonders schmerzhaft war zudem das erneute Scheitern in der europäischen Königsklasse. Auch in der Champions League bedeutete Atlético Madrid im April die Endstation, dieses Mal bereits im Viertelfinale. Im Vorjahr hatte Barcelona immerhin noch die Runde der letzten Vier erreicht. Da der letzte große europäische Triumph nun bereits elf Jahre zurückliegt, bleibt für Hansi Flick und sein Team auch nach der bevorstehenden Meisterfeier noch viel Raum für sportliche Entwicklung in der kommenden Saison.

Verwandte Beiträge