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Federico Valverde fällt nach einem internen Streit beim Training von Real Madrid für den anstehenden Clásico gegen den FC Barcelona aus. Der uruguayische Vizekapitän erlitt im Rahmen einer Auseinandersetzung mit seinem Teamkollegen Aurélien Tchouaméni ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Vereinsführung der Königlichen hat gegen beide Spieler ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Real Madrid greift durch: Verfahren nach Trainingszoff

Ausgerechnet vor dem wichtigsten Ligaspiel der Saison herrscht in der spanischen Hauptstadt pure Unruhe. Am Donnerstagabend bestätigte Real Madrid offiziell, dass Federico Valverde eine Kopfverletzung erlitten hat und eine Ruhepause von zehn bis 14 Tagen einlegen muss. Damit fehlt der Mittelfeldakteur definitiv am Sonntagabend im Prestigeduell gegen den FC Barcelona.

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Vorausgegangen war den Verletzungssorgen ein schwerwiegender Vorfall auf dem Trainingsgelände. Spanischen Medienberichten zufolge schwelte ein Konflikt zwischen Valverde und Aurélien Tchouaméni bereits seit Mittwoch. Am Donnerstagmorgen eskalierte die Situation, nachdem sich der Uruguayer laut Informationen der Sportzeitung Marca angeblich geweigert hatte, dem Franzosen vor Beginn der Einheit die Hand zu geben. Real Madrid reagierte prompt auf die Vorfälle und bestätigte die Eröffnung formeller Disziplinarverfahren gegen die beiden Streithähne. Über das genaue Strafmaß will der Klub zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Valverde dementiert körperliche Auseinandersetzung

Während in der spanischen Presse wild über eine handfeste Prügelei spekuliert wurde, meldete sich der verletzte Vizekapitän über Instagram zu Wort. In seinem Statement räumte der 27-Jährige eine verbale Auseinandersetzung mit seinem Mittelfeldpartner ein, widersprach jedoch vehement den Berichten über einen Faustkampf.

Laut eigener Aussage sei er während einer hitzigen Diskussion unglücklich gegen einen Tisch gestoßen und habe sich dabei eine leichte Schnittwunde an der Stirn zugezogen, die den anschließenden Krankenhausaufenthalt erforderlich machte. Ein physischer Angriff habe nicht stattgefunden. Sein 26-jähriger Teamkollege habe ihn zu keinem Zeitpunkt geschlagen, und auch er selbst sei nicht handgreiflich geworden, betonte der Routinier.

FC Barcelona greift im Clásico nach dem Titel

Für die Madrilenen kommt die mannschaftsinterne Krise zur absoluten Unzeit, denn die laufende Spielzeit droht mit einer herben Enttäuschung zu enden. Nach dem frühen Aus im spanischen Pokal und dem jüngsten Viertelfinal-K.o. in der Champions League gegen den FC Bayern München bleibt La Liga als letzter Strohhalm. Doch auch hier sind die Aussichten düster.

Der ewige Rivale aus Katalonien ist in der Tabelle bereits enteilt. Die Ausgangslage vor dem Clásico ist klar: Dem FC Barcelona reicht bereits ein Unentschieden im Estadio Santiago Bernabéu, um die Titelverteidigung in der Meisterschaft endgültig perfekt zu machen. Real Madrid muss dieses entscheidende Spiel nun ohne einen seiner wichtigsten Führungsspieler und mit einer spürbar belasteten Kabinenatmosphäre bestreiten.

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