Bayern-Frauen erkämpfen Remis gegen Barcelona – Kett trifft und fliegt
Die Frauen des FC Bayern erkämpfen im Halbfinal-Hinspiel der Champions League ein starkes 1:1 gegen den FC Barcelona.
Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben sich im Halbfinal-Hinspiel der Champions League ein hart umkämpftes 1:1 (0:1) gegen den amtierenden Titelträger FC Barcelona gesichert. Während das sportliche Ergebnis den Münchnerinnen eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Sonntag im Camp Nou verschafft, bestimmte im Nachgang jedoch massiver Ärger über die Spielleitung die Schlagzeilen. Zwei umstrittene Platzverweise in der Schlussphase ließen die Emotionen auf Seiten des deutschen Meisters hochkochen.
Die kroatische Schiedsrichterin Ivana Martincic stand nach dem Abpfiff im Zentrum der bayerischen Kritik. Direktorin Bianca Rech fand deutliche Worte für die Leistung der Unparteiischen, die nach ihrer Auffassung die Kontrolle über das Spiel verloren und Karten am Ende wie Smarties verteilt habe. Besonders zwei Entscheidungen sorgten für Unverständnis: Zum einen der Platzverweis für Torschützin Franziska Kett, die ihre Gegenspielerin Salma Paralluelo im Zweikampf unabsichtlich an den Haaren gezogen haben soll. Zum anderen die Rote Karte für Trainer José Barcala, der nach intensivem Reklamieren in der 79. Minute auf die Tribüne geschickt wurde.
Der spanische Übungsleiter verteidigte sich im Anschluss vehement. Er habe lediglich geschrien und hätte eine Gelbe Karte akzeptiert, empfand den direkten Verweis jedoch als völlig überzogen. Auch die Hinausstellung seiner Spielerin wertete er als Fehlentscheidung, da Kett keinerlei Absicht zu unterstellen gewesen sei.
Die Szene um Franziska Kett entfachte prompt eine Diskussion über die Auslegung von Zweikämpfen im Frauenfußball. Nationalspielerin Klara Bühl forderte eine sensiblere Regelauslegung, da es in der Natur der Sache liege, dass lange Haare im Getümmel versehentlich gegriffen werden könnten. Der Vorfall weckt unweigerlich Erinnerungen an das EM-Viertelfinale 2022, als Kathrin Hendrich in einer ähnlichen Situation gegen Frankreich vom Platz flog, obwohl auch hier die Absicht fehlte. Bianca Rech betonte zudem die Notwendigkeit, zwischen einem bewussten Reißen am Oberkopf und einem versehentlichen Verfangen bei einem Trikotzupfer zu differenzieren.
Trotz der personellen Rückschläge für das entscheidende Duell in Katalonien – Kett und Barcala werden gesperrt fehlen – überwiegt beim FC Bayern der sportliche Stolz. Das Remis ist ein massiver Fortschritt, insbesondere wenn man sich an die herbe 1:7-Pleite gegen die Spanierinnen in der Ligaphase erinnert. Abwehrspielerin Giulia Gwinn brachte die Stimmung auf den Punkt: Die Mannschaft habe nun nichts mehr zu verlieren und werde alles in die Waagschale werfen, um den letzten verbleibenden Schritt in das große Finale der Champions League zu gehen. Der Traum vom historischen Triple ist für die Münchnerinnen greifbarer denn je.
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