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Der FC Bayern München blickt mit großer Sorge auf die aktuelle Oberschenkelverletzung von Alphonso Davies. Während der deutsche Rekordmeister von einer sechswöchigen Zwangspause ausgeht, hofft der kanadische Verband auf einen schnellen Einsatz des Linksverteidigers bei der anstehenden Weltmeisterschaft. Diese unterschiedlichen Prognosen bergen erhebliches Konfliktpotenzial und könnten einen möglichen Verkauf des Spielers im Sommer massiv gefährden.

Streit um die Ausfallzeit: München gegen Kanada

Für die Vereinsführung an der Säbener Straße ist die Sachlage klar. Die medizinische Abteilung rechnet mit einer Ausfallzeit von rund sechs Wochen. Ein vorzeitiger Einsatz des pfeilschnellen Flügelspielers gilt als hochriskant. In Nordamerika herrscht hingegen Optimismus: Dort geht man von lediglich vier bis fünf Wochen Pause aus, was eine Teilnahme des Nationalspielers an der Heim-WM im besten Fall ermöglichen würde.

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Die Verantwortlichen des FCB befürchten jedoch, dass allein schon die weite Reise zur Turniervorbereitung den Heilungsverlauf negativ beeinträchtigen könnte. Der klare Wunsch aus München ist ein kompletter Verzicht auf den Einsatz beim Nationalteam. Da der Abwehrspieler jedoch als das unumstrittene Aushängeschild seines Landes gilt, ist ein freiwilliger Rückzieher vor dem großen Turnier äußerst unwahrscheinlich.

Verletzungshistorie gefährdet potenziellen Sommer-Verkauf

Die angespannte Situation um den Defensivspezialisten kommt für den Bundesligisten zur Unzeit. Innerhalb der Münchner Geschäftsstelle wächst die allgemeine Skepsis bezüglich der Personalie zusehends. Schwankende Leistungen auf dem Platz, hohe Bezüge und die immer ausuferndere Krankenakte haben dazu geführt, dass der einstige Leistungsträger intern als verzichtbar gilt.

Ein lukrativer Transfer im kommenden Sommer gilt schon seit Monaten als nicht mehr ausgeschlossen. Sollte der Linksfuß jedoch beim Nationalteam auflaufen und einen gesundheitlichen Rückschlag erleiden, würde dies einen Wechsel äußerst schwer gestalten. Der deutsche Rekordmeister stünde am Ende als großer Verlierer da, der die sportliche und finanzielle Rechnung für eine überstürzte WM-Teilnahme zahlen müsste.

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