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Uli Hoeneß hat die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern München vorerst offen gelassen. In einem aktuellen Interview lobte der Ehrenpräsident zwar die Arbeit des 52-Jährigen, äußerte jedoch auch Bedenken bezüglich einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Die endgültige Entscheidung über die sportliche Führungsebene des Rekordmeisters wird im Aufsichtsrat fallen.

Lob und Skepsis: Die gespaltene Meinung des Ehrenpräsidenten

Obwohl der deutsche Fußball-Rekordmeister sportlich wieder in die Spur gefunden hat, bleibt die Personalie des Sportvorstands ein viel diskutiertes Thema an der Säbener Straße. Im Rahmen eines Spitzengesprächs mit dem Magazin Spiegel machte Uli Hoeneß deutlich, dass er sich in der Zukunftsfrage noch nicht endgültig festlegen möchte. Der 74-Jährige sprach von einer Tendenz von 60 zu 40 für eine Verlängerung, fügte der Debatte jedoch einen entscheidenden Satz hinzu: Da sind noch Zweifel.

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Trotz dieser Vorbehalte betonte das einflussreiche Aufsichtsratsmitglied den positiven Einfluss des aktuellen Kaderplaners. Hoeneß attestierte dem Manager einen großen Anteil am Erfolg der laufenden Saison. Tiefere Einblicke in seine Bedenken wollte der langjährige Bayern-Patron jedoch nicht geben und verwies stattdessen auf die kommenden internen Diskussionen.

Max Eberl zeigt sich bereit für eine langfristige Ära

Der Sportmanager selbst, der sein Amt im Frühjahr 2024 angetreten hat, blickt der Situation gelassen entgegen. Sein aktuelles Arbeitspapier läuft noch bis zum Jahr 2027. Eberl räumte ein, dass die Anfangsphase in München nicht einfach gewesen sei, sieht das Team mittlerweile aber auf einem exzellenten Weg.

Man soll meinen Job bewerten, erklärte der 52-Jährige selbstbewusst. Er unterstrich zudem seine klare Bereitschaft, dem Verein über die aktuelle Vertragslaufzeit hinaus treu zu bleiben, sofern die Gremien mit seiner Arbeit zufrieden sind.

Aufsichtsrat entscheidet im August über das Führungstrio

Rein formell sind dem FC Bayern bei einer sofortigen Ausweitung des Vertrages ohnehin die Hände gebunden. Wie Hoeneß erläuterte, können Vorstandsverträge frühestens ein Jahr vor deren Ablauf verhandelt und verlängert werden – in diesem Fall also ab dem 1. Juli des entsprechenden Jahres. Die grundsätzliche strategische Ausrichtung wird jedoch bereits früher debattiert.

In der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung im August muss laut Hoeneß evaluiert werden, ob Max Eberl der Mann ist, der die Münchner langfristig in die Zukunft führen soll. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen auf der geschäftlichen Ebene: Neben Eberl und dem neuen Vorstandsmitglied für Marketing und Vertrieb, Rouven Kasper, steht auch die Zukunft von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen im Fokus. Bei Dreesen, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, stehen die Zeichen aktuell deutlich auf einer zeitnahen Vertragsverlängerung.

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