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Der FC Bayern München beschäftigt sich aufgrund stockender Vertragsverhandlungen mit Konrad Laimer intensiv mit potenziellen Alternativen. Im Fokus des deutschen Rekordmeisters steht dabei Tino Livramento von Newcastle United. Der Rechtsverteidiger könnte an die Säbener Straße wechseln, falls die Gespräche mit dem aktuellen Kader-Stammspieler endgültig scheitern.

Zähe Verhandlungen und klare Worte von Uli Hoeneß

Die Vertragsgespräche zwischen den Münchnern und Konrad Laimer erweisen sich als kompliziert. Beide Parteien liegen besonders beim Thema Gehalt offenbar weit auseinander. Medienberichten zufolge fordert der österreichische Nationalspieler ein Jahressalär von zwölf bis 15 Millionen Euro. Sein aktueller Kontrakt ist noch bis zum Sommer 2027 gültig. Kommt es zu keiner zeitnahen Einigung, steht ein vorzeitiger Abschied im Raum.

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Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß äußerte sich kürzlich bei DAZN kritisch zu den kolportierten Forderungen. Er schätze den Mittelfeldakteur zwar für seine enorme Arbeitsrate und Wichtigkeit für das Team, stellte jedoch unmissverständlich klar, dass dieser eben nicht Diego Maradona sei. Diese deutlichen Worte unterstreichen die festgefahrene Situation an der Verhandlungsfront.

Ablöse-Hammer: Magpies fordern astronomische Summe

Als Konsequenz scannen die Bayern-Bosse den Transfermarkt nach Verstärkungen für die rechte defensive Außenbahn. Wie das spanische Portal fichajes.net berichtet, ist dabei Tino Livramento ins Visier gerückt. Der fünffache englische Nationalspieler steht bei Newcastle United noch bis 2028 unter Vertrag. Die Magpies hatten den Defensivspezialisten vor rund drei Jahren für knapp 37 Millionen Euro vom FC Southampton verpflichtet.

Ein Schnäppchen wäre der pfeilschnelle Außenverteidiger allerdings keineswegs. Die Verantwortlichen aus Nordengland wollen ihre damalige Investition bei einem möglichen Abgang mindestens verdoppeln. Im Raum steht eine gewaltige Ablösesumme von 70 Millionen britischen Pfund, was umgerechnet knapp 80 Millionen Euro entspricht.

Verletzungshistorie und namhafte Konkurrenz aus der Premier League

Ein Transfer des 23-Jährigen birgt für den Bundesligisten jedoch ein sportliches Risiko. In der laufenden Spielzeit kam der flexibel einsetzbare Abwehrmann auf lediglich 17 Einsätze in der höchsten englischen Spielklasse. Immer wieder warfen ihn schwere Knieverletzungen sowie hartnäckige Oberschenkelprobleme zurück, die ihn auch im Saisonendspurt zum Pausieren zwangen.

Zudem ist der FC Bayern im Werben um den Abwehrspieler nicht allein. Mit dem FC Arsenal und Manchester City buhlen zwei finanzstarke Schwergewichte aus der Heimat um die Dienste des Talents. Die Skyblues sollen dem Vernehmen nach sogar bereits eine erste Offerte in Höhe von 75 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben. Ob die sportliche Leitung in München bereit ist, in diesen millionenschweren Poker einzusteigen, wird maßgeblich vom weiteren Verlauf der Personalie Laimer abhängen.

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