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Der FC Southampton muss den Traum von der Rückkehr in die Premier League vorerst begraben. Die English Football League (EFL) hat den südenglischen Klub am Dienstagabend mit sofortiger Wirkung aus den laufenden Championship-Playoffs ausgeschlossen. Grund dafür ist ein handfester Spionage-Skandal. Zudem erhält das Team des deutschen Trainers Tonda Eckert einen Abzug von vier Punkten, der in der Saison 2026/27 greifen wird.

Verbotene Videoaufnahmen kosten das Milliarden-Spiel

Was war passiert? Ein Mitarbeiter der „Saints“ hatte im Vorfeld des Playoff-Halbfinals die Trainingseinheiten des Gegners FC Middlesbrough heimlich gefilmt. Dies stellt einen klaren Verstoß gegen die EFL-Regel 127 dar, die eine Beobachtung des Kontrahenten innerhalb von 72 Stunden vor Spielbeginn strikt untersagt, um die Fairness zwischen den Klubs zu wahren. Die unabhängige Disziplinarkommission fällte daraufhin ein hartes Urteil und verwarnte den Verein in sämtlichen Anklagepunkten.

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Middlesbrough rückt nach – Hoffnung durch Berufung?

Anstelle der strafversetzten Mannschaft, in der unter anderem die Bayern-Leihgabe Daniel Peretz sowie die deutschen Talente Léo Scienza und Caspar Jander auflaufen, zieht nun der sportlich unterlegene FC Middlesbrough in das Endspiel ein. Dort wartet Hull City im Kampf um das lukrativste Ticket der Fußballwelt, das dem Sieger garantierte Mehreinnahmen von rund 200 Millionen Euro durch TV- und Sponsorengelder beschert.

Das Endspiel soll planmäßig am Samstag, den 23. Mai, stattfinden. Eine kleine Hintertür bleibt den hart sanktionierten Südengländern jedoch geöffnet: Southampton hat das Recht, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Sollte der Verein diesen Schritt am Mittwoch erfolgreich bestreiten, könnte sich die Besetzung des hochdotierten Finals in letzter Sekunde noch einmal ändern. Die EFL befindet sich derzeit in intensiven Gesprächen mit allen drei involvierten Vereinen.

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