Hamburger SV besiegt SC Freiburg nach Europa-League-Jubel der Gäste
Der Hamburger SV schlägt den SC Freiburg am 33. Spieltag mit 3:2 und verwehrt den Gästen das sichere Europa-Ticket.
Der 1. FC Heidenheim hat mit einem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln ein Novum in der Fußball-Bundesliga geschaffen. Durch den verdienten Dreier am vorletzten Spieltag gehen erstmals in der Liga-Geschichte drei punktgleiche Mannschaften in das große Finale um den Klassenerhalt. Die Treffer von Jan Schöppner und Arijon Ibrahimovic lassen die Ostälbler weiterhin vom rettenden Wunder träumen.
Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt nutzte die Ausrutscher der direkten Konkurrenz eiskalt aus. Da sowohl der VfL Wolfsburg (0:1 gegen den FC Bayern) als auch der FC St. Pauli (1:2 in Leipzig) am Wochenende patzten, stehen nun alle drei Kellerkinder bei exakt 26 Zählern. Heidenheim kletterte dank der mehr erzielten Tore sogar an den Hamburgern vorbei auf den 17. Tabellenplatz. Am alles entscheidenden 34. Spieltag kommt es nun zum ultimativen Showdown: Während sich Wolfsburg (Tordifferenz -26) und St. Pauli (-29) im direkten Duell begegnen, empfängt das Schmidt-Team (-29) den FSV Mainz 05 im heimischen Stadion.
Gemäß dem Motto von Trainer Schmidt, man habe seit Wochen nichts mehr zu verlieren, starteten die Gäste furchtlos in die Partie. Bereits in der achten Minute köpfte Mittelfeldspieler Jan Schöppner die Heidenheimer nach folgenschweren Patzern des Kölner Verteidigers Cenk Özkacar in Front. Zwar konnte Marius Bülter (10.) mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel kurzzeitig für die bereits geretteten Domstädter ausgleichen, doch Arijon Ibrahimovic (28.) und erneut Schöppner (72.) besiegelten den ersten Auswärtssieg der Gäste seit fast einem halben Jahr.
Einen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte auch eine mutige Personalentscheidung: FCH-Coach Schmidt setzte den zuletzt schwächelnden Diant Ramaj auf die Bank und beförderte den 22-jährigen Frank Feller zur neuen Nummer eins. Der junge Keeper, der nach einer schweren Knieverletzung monatelang ausgefallen war, rechtfertigte das Vertrauen prompt und strahlte die nötige Ruhe aus.
Bei den Gastgebern, die die Partie angesichts des bereits gesicherten Klassenerhalts etwas zu sorglos angingen, sorgte vor Anpfiff eine disziplinarische Maßnahme für Aufsehen. Kölns Trainer René Wagner, der in Kürze wohl von der Interims- zur Dauerlösung befördert wird, strich Stamm-Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey rigoros aus dem Kader. Der Grund: Der Abwehrspieler war am Morgen zu spät zum Anschwitzen erschienen.
Ohne den etatmäßigen Abwehrchef fehlte den Rheinländern gerade in der Anfangsphase spürbar die defensive Ordnung. Diese Unsicherheit in der Hintermannschaft wussten die gnadenlos effizienten Gäste optimal zu nutzen und hielten so den eigenen Glauben an die wundersame Rettung eindrucksvoll am Leben.
Der Hamburger SV schlägt den SC Freiburg am 33. Spieltag mit 3:2 und verwehrt den Gästen das sichere Europa-Ticket.
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