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Ransford Königsdörffer verlässt den Hamburger SV und schließt sich zur neuen Saison dem Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05 an. Der 24-jährige Offensivspieler lehnte ein Angebot zur Vertragsverlängerung ab und wechselt ablösefrei zu den Rheinhessen.

Absage an den HSV: Der Lockruf aus Mainz

Claus Costa, Direktor Profifußball beim Hamburger SV, bestätigte den überraschenden Abgang mit Bedauern. Die sportliche Führung der Hanseaten hätte den auslaufenden Vertrag mit dem pfeilschnellen Angreifer gerne verlängert. Der gebürtige Berliner entschied sich jedoch bewusst für einen Tapetenwechsel. Vor allem die Vision der neuen sportlichen Leitung gab den Ausschlag. In Mainz hätten ihm die Verantwortlichen einen klaren Plan aufgezeigt, der laut dem Stürmer überzeugend und ausschlaggebend für seine Zusage war.

Bitterer finanzieller Verlust für die Rothosen

Für die Hamburger ist der ablösefreie Abgang besonders schmerzhaft, wenn man auf den vergangenen Sommer zurückblickt. Damals stand der Offensivmann kurz vor einem lukrativen Transfer zum französischen Erstligisten OGC Nizza. Der Deal fiel auf der Zielgeraden aufgrund gesundheitlicher Bedenken durch, wodurch dem HSV fest eingeplante Einnahmen in Höhe von rund sechs Millionen Euro durch die Lappen gingen. Nun verlässt der Spieler den Verein, für den er 2022 noch für 1,4 Millionen Euro von Dynamo Dresden verpflichtet wurde, ohne finanzielle Entschädigung.

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Eine prägende Zeit an der Elbe

Trotz des bitteren Endes für den Verein blickt der 24-Jährige auf eine überaus erfolgreiche Zeit im Volksparkstadion zurück. In 138 Pflichtspielen für den Hamburger SV steuerte er 33 Tore und neun Vorlagen bei. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga vor einem Jahr krönte er seine Zeit bei den Norddeutschen. Auch in der abgelaufenen Saison erwies sich der Angreifer als absoluter Dauerbrenner und spulte mit 2.350 Einsatzminuten die meiste Spielzeit aller HSV-Profis ab.

Mainz 05 freut sich auf dynamische Verstärkung

Bei seinem neuen Arbeitgeber herrscht große Freude über den geglückten Transfer. Sportdirektor Niko Bungert lobte vor allem die Schnelligkeit und physische Präsenz des Neuzugangs. Die Rheinhessen sichern sich einen gestandenen Bundesliga-Profi, der hervorragend in die offensive Spielphilosophie der Mainzer passt. Mit 24 Jahren befindet sich der Neuzugang zudem im besten Fußballeralter, um seine positive Entwicklung bei den 05ern weiter voranzutreiben.

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