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Der italienische Topklub Juventus Turin intensiviert offenbar seine Bemühungen um Angelo Stiller. Der 25-jährige Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart steht weit oben auf dem Wunschzettel der Italiener, auch wenn die Schwaben offizielle Verhandlungen bislang entschieden dementieren.

Wehrle spricht Klartext: Kein Kontakt zu Juventus Turin

Nach 130 Einsätzen und sieben Toren im Trikot mit dem roten Brustring hat sich Angelo Stiller längst in den Fokus europäischer Spitzenvereine gespielt. Jüngste Berichte aus Italien deuten darauf hin, dass Juventus Turin den Ex-Münchner als zentralen Baustein für die kommende Saison ins Visier genommen hat. Beim VfB Stuttgart gibt man sich angesichts der aufkommenden Wechselgerüchte jedoch gelassen.

Alexander Wehrle, Aufsichtsratschef des Bundesligisten, äußerte sich am Sonntag im Doppelpass bei Sport 1 deutlich zur Personalie: Fakt ist, mich persönlich hat noch keiner angerufen. Und ich habe auch nie etwas Schriftliches zugeschickt bekommen. Wehrle betonte zudem den enormen sportlichen Stellenwert des Leistungsträgers für den Verein: Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns und wir haben keine Lust, uns mit seinem Abschied zu beschäftigen.

Millionen-Poker um Stiller: Vertragsklausel als Zünglein an der Waage?

Trotz der klaren Worte aus dem Ländle brodelt die Gerüchteküche weiter. Laut der italienischen Sportzeitung Tuttosport sieht Juve-Coach Luciano Spalletti in dem 25-Jährigen den absoluten Dreh- und Angelpunkt für seine zukünftigen Planungen. Scouts der Alten Dame sollen den Mittelfeldstrategen in den vergangenen Wochen mehrfach live im Stadion beobachtet haben, um sich ein genaues Bild zu machen.

Sollte Juventus tatsächlich ein Angebot abgeben, rückt Stillers Vertragssituation in den Mittelpunkt. Das bis Sommer 2028 datierte Arbeitspapier beinhaltet dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 36,5 Millionen Euro. Der VfB Stuttgart besitzt jedoch angeblich die lukrative Option, dem Spieler diese Klausel für eine Zahlung von zwei bis vier Millionen Euro abzukaufen. Gelingt dieser strategische Schachzug, könnten die Stuttgarter die Ablösesumme völlig frei verhandeln. Italienische Medien spekulieren in diesem Fall über eine geforderte Schmerzgrenze von rund 50 Millionen Euro.

Alternativen auf dem Radar der Italiener

Sollte der Transfer des deutschen Mittelfeld-Motors an den hohen finanziellen Hürden scheitern, blickt Juventus Turin bereits auf Alternativen. Neben Stiller soll auch Bernardo Silva ein Thema im Piemont sein. Der portugiesische Nationalspieler wird Manchester City voraussichtlich nach Ablauf der aktuellen Saison ablösefrei verlassen und wäre somit eine deutlich günstigere Option für das Mittelfeldzentrum.

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