Der 1. FSV Mainz 05 bestreitet am Donnerstagabend gegen Racing Straßburg das erste Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte. Im heimischen Stadion wollen die formstarken Rheinhessen im Hinspiel der Conference League den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale legen.

Befreit aufspielen: Mainz reitet auf der Erfolgswelle

Nach zuletzt drei Siegen in Folge in der Fußball-Bundesliga und einem komfortablen Vorsprung von acht Zählern auf den Relegationsplatz haben sich die 05er eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Die ärgsten Abstiegssorgen sind verflogen, der Fokus richtet sich nun voll auf die internationale Bühne. Sportdirektor Niko Bungert betonte im Vorfeld, dass sich die Mannschaft und die Fans diese besonderen Nächte unter Flutlicht hart erarbeitet haben. In den anstehenden zweimal 90 Minuten gegen die französischen Nachbarn rechnet sich die sportliche Leitung durchaus realistische Chancen auf den ganz großen Coup aus.

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Fan-Motto für das Grenz-Duell steht fest

Das Aufeinandertreffen mit den Elsässern bringt durch die geografische Nähe zusätzliche Brisanz in die Partie. Lediglich 160 Kilometer Luftlinie trennen die beiden Städte. Die Anhängerschaft der Gastgeber hat für das Hinspiel das Motto Alle in Rot ausgerufen, um dem Anlass entsprechend eine imposante Kulisse zu schaffen. Auch für das entscheidende Rückspiel in Frankreich in der kommenden Woche kennt die Euphorie keine Grenzen: Das bereitgestellte Auswärtskontingent von 2.000 Tickets war in Rekordzeit restlos vergriffen.

Trainer Urs Fischer pokert bei Nadiem Amiri

Sportlich gibt es vor dem Anpfiff noch ein entscheidendes Fragezeichen im Mittelfeldzentrum. Ob der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri nach seiner auskurierten Fersenverletzung rechtzeitig in das Aufgebot zurückkehrt, ließ Cheftrainer Urs Fischer am Tag vor dem Spiel bewusst offen. Der Taktgeber konnte unter der Woche zwar wieder am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen, eine Startelfgarantie gab es vom Coach jedoch nicht. Fischer mahnte zudem trotz des aktuellen Höhenflugs zur Bescheidenheit und forderte sein Team auf, konzentriert von Spiel zu Spiel zu denken. Die Gäste aus Straßburg stellen für die Mainzer die bislang größte internationale Hürde in dieser Spielzeit dar.

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