RB Leipzig erreicht Champions League – St. Pauli vor dem Abgrund
RB Leipzig gewinnt 2:1 gegen den FC St. Pauli und sichert sich die Rückkehr in die Champions League.
RB Leipzig hat nach einem 2:1-Erfolg gegen den FC St. Pauli Platz drei in der Bundesliga abgesichert und kehrt damit in die Champions League zurück. Die garantierten Millionen-Einnahmen aus der Königsklasse geben Sportchef Marcel Schäfer nun entscheidende Planungssicherheit, um Schlüsselspieler langfristig zu binden und den Kader für die kommende Saison zu stärken.
Die Erleichterung bei den Sachsen war grenzenlos: Während Jürgen Klopp auf der Tribüne jubelte und Oliver Mintzlaff in der Kabine gratulierte, gab Chefcoach Ole Werner kurzerhand den Partybefehl. Das sportliche Fundament für die nächste Spielzeit ist gegossen. Finanziell bedeutet der Einzug in den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb einen warmen Geldregen. Allein für die Qualifikation streicht der Bundesligist rund 18,5 Millionen Euro ein. Aufgrund des lukrativen UEFA-Verteilungsschlüssels, der historische Leistungen im Europapokal honoriert, dürfte sich diese Summe im Saisonverlauf massiv erhöhen. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit spülte der Wettbewerb trotz nur eines Sieges fast 59 Millionen Euro in die Kassen der Leipziger. In den bisherigen acht internationalen Jahren sammelte der Klub so bereits fast 410 Millionen Euro an reinen Prämien.
Mit dem frischen Kapital wollen die Verantwortlichen zunächst das eigene Fundament absichern. Im Fokus steht dabei Yan Diomande. Der 19-jährige Shootingstar hat eine herausragende Entwicklung hingelegt und ist laut Marcel Schäfer ein absoluter Unterschiedsspieler. Der Offensivmann soll zeitnah mit einem neuen Arbeitspapier ausgestattet werden, das ihm neben einer deutlichen Gehaltserhöhung womöglich auch eine Ausstiegsklausel einbringt. Auch auf der Trainerbank wird auf Kontinuität gesetzt: Der Vertrag von Ole Werner, der maßgeblichen Anteil am jüngsten Erfolg hat, soll zeitnah über das Jahr 2027 hinaus verlängert werden.
Neben den internen Vertragsverlängerungen treibt die sportliche Leitung auch externe Personalien voran. Ganz oben auf der Wunschliste steht Brajan Gruda. Der 21-jährige Dribbler war zuletzt von Brighton ausgeliehen und möchte laut Schäfer gerne dauerhaft in Sachsen bleiben. Leipzig strebt aktuell ein Modell aus erneuter Leihe und anschließender Kaufpflicht an. Der Knackpunkt bleibt jedoch die Ablösesumme: Die Vorstellungen der Engländer sind den Leipzigern bislang deutlich zu hoch. Die interne Schmerzgrenze für den Transfer liegt bei maximal 30 Millionen Euro.
Trotz der garantierten Champions-League-Millionen wird der Verein auch im kommenden Transferfenster Spieler abgeben müssen, um die wirtschaftliche Bilanz im Gleichgewicht zu halten. Einen radikalen Kaderumbruch wie in den vergangenen drei Jahren wird es dieses Mal zwar nicht geben, dennoch zeichnen sich prominente Abgänge ab. Ein Wechsel von Innenverteidiger Castello Lukeba scheint bereits konkrete Formen anzunehmen, wobei Manchester United als heißester Anwärter gilt. Zudem ist ein Abschied von Kapitän David Raum nicht ausgeschlossen. Der 28-Jährige verfügt dem Vernehmen nach über eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Auch die Zukunft des 21-jährigen Antonio Nusa wird in den kommenden Wochen genau beobachtet werden müssen.
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