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Unai Emery steht mit Aston Villa im Finale der Europa League und greift nach seinem fünften Titelgewinn. Der englische Erstligist besiegte Nottingham Forest im Halbfinal-Rückspiel souverän mit 4:0 und trifft nun am 20. Mai 2026 im Endspiel von Istanbul auf den SC Freiburg.

Taktische Meisterleistung im Villa Park

Die Ausgangslage vor dem britischen Duell war angespannt, nachdem der Klub aus Birmingham das Hinspiel knapp mit 0:1 verloren hatte. Doch im eigenen Stadion demonstrierte die Mannschaft eindrucksvoll ihre Heimstärke. Ollie Watkins egalisierte den Rückstand in der 38. Spielminute und brachte sein Team auf Kurs. Nach dem Seitenwechsel ging der Matchplan des spanischen Trainers perfekt auf: Nottingham wurde phasenweise komplett in die eigene Hälfte gedrängt.

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Für klare Verhältnisse sorgte Emiliano Buendia (58.), ehe der schottische Mittelfeldmotor John McGinn mit einem späten Doppelschlag (77., 80.) das Ticket für Istanbul endgültig buchte. Eine herausragende Chancenverwertung und drückende Überlegenheit im zweiten Durchgang ließen den Gästen keine Chance zur Entfaltung.

Der unumstrittene König des Wettbewerbs

Dass dieser europäische Pokal dem 54-Jährigen besonders liegt, ist längst historisch belegt. Seine beeindruckende Erfolgsserie begann in der Saison 2013/14 mit dem FC Sevilla, wo der Baske gleich drei Titel in Serie feierte. Fünf Jahre später führte er auch den FC Villarreal sensationell auf den europäischen Thron.

Diese Erfolge bei Underdogs stehen in starkem Kontrast zu seiner Amtszeit bei Paris St. Germain zwischen 2016 und 2018. Beim französischen Serienmeister scheiterte das Taktikgenie letztlich an einer Kabine voller Super-Egos rund um Neymar und Kylian Mbappé. Auf europäischer Bühne blieb der große Wurf an der Seine aus.

Kollektiv statt Star-Aufgebot

Bei seinem aktuellen Arbeitgeber in der Premier League findet der Erfolgscoach nun wieder genau das Umfeld vor, das seinen Stärken entspricht. Die Mannschaft funktioniert als geschlossene Einheit, in der das System über dem Einzelspieler steht. Prominente Namen wie der ehemalige Dortmunder Jadon Sancho oder Ex-Leverkusener Leon Bailey ordnen sich dieser Philosophie unter und kamen gegen Nottingham erst in der absoluten Schlussphase zum Einsatz. Mit dieser disziplinierten Truppe hat der Rekord-Trainer nun die historische Chance, seine ohnehin schon einmalige Vita um ein weiteres goldenes Kapitel zu erweitern.

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