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Der VfL Osnabrück hat das Drittliga-Duell gegen den SC Verl am Samstag in letzter Sekunde mit 2:1 (0:1) gewonnen. Durch den späten Siegtreffer an der heimischen Bremer Brücke festigt die Mannschaft von Trainer Timo Schultz die Tabellenführung und steht unmittelbar vor der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Die Entscheidung über den vorzeitigen Aufstieg könnte durch Schützenhilfe bereits am Sonntag fallen.

Bitterer Rückschlag: Eigentor bremst den Tabellenführer

Die über weite Strecken ereignisarme Anfangsphase nahm erst nach einem Torschuss von VfL-Stürmer Robin Meißner richtig Fahrt auf. Kurz darauf gerieten die defensivstarken Niedersachsen jedoch unfreiwillig in Rückstand. Ein missglückter Rückpass von Fridolin Wagner landete genau im Lauflauf des heranstürmenden Berkan Taz. Beim hastigen Klärungsversuch spitzelte Verteidiger Jannik Müller den Ball unglücklich ins eigene Netz (27.). Bis zum Pausenpfiff fand der souveräne Spitzenreiter keine passenden offensiven Antworten gegen kompakt stehende Gäste aus Ostwestfalen.

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Blitzstart nach der Pause: Dänisches Duo sorgt für den Ausgleich

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel zeigte der Aufstiegsaspirant ein völlig verändertes Gesicht. Eine scharfe Hereingabe von der linken Seite durch Frederik Christensen fand zielgenau den Kopf von Bjarke Jacobsen, der den Ball zum 1:1 im Netz unterbrachte. Diese schnelle dänische Co-Produktion sprengte die taktischen Fesseln beider Teams. Die Begegnung entwickelte sich fortan zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem VfL-Torwart Lukas Jonsson seine ganze Klasse gegen Marco Wörner unter Beweis stellen musste, um den erneuten Rückstand zu verhindern (52.).

Riesselmann kontert Verls Schlussoffensive und bringt die Entscheidung

In einer hochdramatischen Schlussphase warf der Tabellensechste aus Verl noch einmal alles nach vorne, um die eigene minimale Aufstiegschance am Leben zu halten. Nach einer ungenutzten Großchance von Martin Ens kurz vor dem regulären Ende (87.) setzte der Tabellenführer den entscheidenden Punch. In der fünften Minute der Nachspielzeit startete Bernd Riesselmann völlig unbedrängt von der Mittellinie. Der Offensivmann behielt die Nerven, umkurvte Gäste-Keeper Philipp Schulze souverän und schob den Ball zum 2:1-Endstand ein. Der Treffer löste auf den Rängen und bei den Auswechselspielern grenzenlose Ekstase aus.

Aufstieg auf der Couch: Das Warten auf Schützenhilfe

Nach dem nervenaufreibenden Kraftakt richten sich die Blicke der Osnabrücker nun gespannt nach Köln. Dort trifft die heimische Viktoria am Sonntagmittag auf Energie Cottbus. Sollten die Rheinländer dieses Duell für sich entscheiden, steht der VfL Osnabrück auch rechnerisch vorzeitig als Aufsteiger in die zweithöchste deutsche Spielklasse fest.

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