15

Trainer Dieter Hecking blickt dem alles entscheidenden Abstiegsfinale des VfL Wolfsburg beim FC St. Pauli am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) betont gelassen entgegen. Vor dem historischen Showdown am Hamburger Millerntor zeigt sich der 61-Jährige kämpferisch und voller Vorfreude auf das wichtigste Spiel der gesamten Saison.

Historischer Dreikampf am Tabellenende

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag könnte dramatischer kaum sein: Erstmals in der Geschichte der Bundesliga gehen der Tabellensechzehnte, -siebzehnte und -achtzehnte vollkommen punktgleich in das Saisonfinale. Einzig das leicht bessere Torverhältnis verschafft den Wölfen einen minimalen Vorteil gegenüber der direkten Konkurrenz. Was auf den anderen Plätzen passiert – insbesondere beim Parallelspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FSV Mainz 05 – lässt den Wolfsburger Übungsleiter jedoch kalt. Man fahre nach Hamburg, um das Spiel aus eigener Kraft zu gewinnen. Alles andere habe die Mannschaft nicht zu interessieren, betonte Hecking fokussiert.

Passend zum Thema

Die Magie des Millerntors und ein echtes K.o.-Spiel

Die hitzige Atmosphäre beim FC St. Pauli flößt dem erfahrenen Fußballlehrer durchaus Respekt ein. Das Millerntor stehe für pure Begeisterung, und die Kiezkicker brächten Tugenden auf den Platz, die jedem Gegner extrem wehtun könnten. Entsprechend bewertet Hecking die Partie als unberechenbares K.o.-Spiel. Er räumte ehrlich ein, dass auch er angespannt sei und intensiv darüber nachdenke, den richtigen Ton in der Kabine zu treffen, um seiner Mannschaft im richtigen Moment den Druck zu nehmen. Doch genau diese extreme emotionale Fallhöhe mache den Fußball laut Hecking so unbeschreiblich toll.

Personal-Update: Müller fehlt in Hamburg

Personell müssen die Niedersachsen auf Ersatztorwart Marius Müller verzichten. Hecking stellte am Donnerstag unmissverständlich klar, dass der Keeper aus rein gesundheitlichen Gründen nicht im Kader steht und widersprach damit aufkommenden Medienberichten über eine angebliche Suspendierung. Egal wie das Nervenspiel am Samstag letztlich endet: Für Dieter Hecking war seine Amtszeit in Wolfsburg eine wertvolle Station, die er in seiner langen Trainerkarriere nicht missen möchte.

Verwandte Beiträge