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Der erste Absteiger aus der englischen Premier League steht fest. Nach einem torlosen Unentschieden zwischen West Ham United und Crystal Palace sind die Wolverhampton Wanderers auch rechnerisch nicht mehr zu retten. Bei 16 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer muss der Traditionsklub aus den West Midlands nach acht aufeinanderfolgenden Jahren im englischen Oberhaus den bitteren Gang in die zweitklassige Championship antreten.

Trainerwechsel verpufft: Wolves kassieren den Abstieg

Die katastrophale Hinrunde brach der Mannschaft letztlich das Genick. Bis in den Januar hinein blieb das Team völlig sieglos und stand an Weihnachten mit mageren zwei Zählern am Tabellenende. Auch ein Trainerwechsel im November brachte nicht die erhoffte Wende: Rob Edwards löste Vitor Pereira an der Seitenlinie ab, konnte das Ruder aber nicht mehr herumreißen. Der Waliser sammelte in 25 Spielen einen unzureichenden Punkteschnitt von 0,85 und feierte in diesem Kalenderjahr lediglich drei Liga-Siege. Insgesamt holte Wolverhampton in der laufenden Saison erschreckende 17 Zähler und trug die Rote Laterne fast durchgehend seit dem zweiten Spieltag.

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Gewinn statt Klassenerhalt: Transferpolitik als Stolperstein

Der sportliche Niedergang hatte sich bereits in den vergangenen Jahren schleichend angedeutet. Nach einem starken zehnten Platz in der Spielzeit 2021/22 rutschte das Team kontinuierlich in den Tabellenkeller ab. Ein Hauptgrund für den finalen Absturz war die zurückhaltende Personalpolitik auf dem Transfermarkt. Während ein Großteil der Konkurrenz massiv investierte und ein Transferminus in Kauf nahm, um erstklassig zu bleiben, erwirtschaftete Wolverhampton ein sattes Plus von 81,1 Millionen Euro. Die schmerzhaften Abgänge von zentralen Leistungsträgern wie Matheus Cunha, Rayan Ait-Nouri oder dem im Winter gewechselten Jörgen Strand Larsen wurden vom Management nicht adäquat kompensiert.

Nach der Premier League: Droht der Ausverkauf an den BVB?

Mit dem nun besiegelten Abstieg droht dem Verein im Sommer der nächste personelle Aderlass. Weitere Schlüsselspieler dürften den Klub verlassen, um weiterhin auf höchstem Niveau zu spielen. Im Fokus steht dabei besonders das Top-Talent Mateus Mane. Der aufstrebende Youngster hat bereits große Begehrlichkeiten bei europäischen Spitzenklubs geweckt. Unter anderem soll Borussia Dortmund die Situation des Offensivspielers genau beobachten und konkretes Interesse an einer Verpflichtung zeigen.

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