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Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, Felix Nmecha, hat sich einen Außenbandriss im Knie zugezogen und muss ernsthaft um seine Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft bangen. Der 25-Jährige fällt auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch für mehrere Wochen aus, was den Zeitplan bis zum Turnierbeginn massiv komprimiert.

Konservative Behandlung statt Operation

Die Verletzung zog sich der Mittelfeldmotor beim dramatischen 3:2-Sieg des BVB gegen den Hamburger SV zu. Zunächst gingen die Dortmunder Verantwortlichen lediglich von einer Blessur des Außenbandes aus, doch die genaueren Untersuchungen offenbarten nun einen kompletten Riss. Wie der Verein intern entschied, wird der Dortmunder Profi nicht operiert, sondern konservativ behandelt.

Diese Therapiemethode erfordert viel Geduld. Wenn der Heilungsprozess optimal verläuft, könnte der pfeilschnelle Achter frühestens in den abschließenden Bundesliga-Spielen im Mai sein Comeback auf dem Rasen feiern. Jeder kleine Rückschlag würde jedoch das vorzeitige Saisonende bedeuten.

Wettlauf gegen die Zeit: Nagelsmann in Sorge

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann kommt der Ausfall zur Unzeit. Eigentlich war der Ex-Wolfsburger als zentraler Baustein in der DFB-Elf eingeplant und sollte im Mittelfeldzentrum ein starkes Zweigespann mit dem ebenfalls verletzungsgeplagten Aleksandar Pavlovic bilden. Aufgrund der Knieprobleme verpasste Nmecha bereits die jüngsten Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana.

Nagelsmann äußerte sich besorgt über die Schwere der Verletzung. Es bestehe zweifelsfrei die Gefahr, dass der Dortmunder die WM verpasst. Auch wenn die Ärzte und der Trainerstab optimistisch bleiben, muss die Nationalmannschaft nun alternative Szenarien durchspielen. Viel Zeit bleibt nicht: Ende Mai versammelt sich die DFB-Auswahl im Trainingslager in Herzogenaurach, ehe es nach einem Testspiel gegen Finnland in die USA geht. Dort findet am 6. Juni die Generalprobe statt – ein Datum, das für Nmecha nun zum alles entscheidenden Stichtag wird.

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