Die iranische Fußball-Nationalmannschaft geht trotz des anhaltenden Konflikts mit den USA von einer Teilnahme an der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika im Sommer aus. Teamchef Amir Ghalenoei sowie der Sportminister bereiten das Team vor, knüpfen die finale Reiseentscheidung jedoch an klare Sicherheitsbedingungen.

Trainer und Sportminister zeigen sich zuversichtlich

Trotz der politisch extrem angespannten Lage zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten laufen die sportlichen Planungen für das anstehende Sommerturnier auf Hochtouren. „Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun“, betonte Cheftrainer Amir Ghalenoei. Der 62-Jährige bestätigte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, dass der Verband die Vorbereitung inklusive geplanter Testspiele bereits intensiv vorantreibe.

Rückendeckung erhält die Nationalmannschaft dabei von der politischen Führung. Sportminister Ahmed Donjamali erklärte, dass eine Teilnahme umso wahrscheinlicher werde, je mehr sich die Lage normalisiere. Eine Grundvoraussetzung dafür sei allerdings, dass die kürzlich zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte. Zudem fordern die iranischen Offiziellen vom WM-Gastgeber unbedingte Sicherheitsgarantien für die Spieler und den gesamten Trainerstab während des Turniers.

Vorrundenspiele gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten

Sollte die sportliche Reise wie erhofft stattfinden, trifft die iranische Auswahl in der Gruppenphase auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Die Partien der Asiaten sollen in Seattle sowie in der Nähe von Los Angeles ausgetragen werden. Das globale Turnier, das von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird, startet am 11. Juni und erstreckt sich bis zum 19. Juli.

Das allerletzte Wort über die Entsendung der Mannschaft hat jedoch nicht der Fußballverband. Die finale Entscheidung obliegt dem Nationalen Sicherheitsrat des Landes, der unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei und Präsident Massud Peseschkian steht. Aktuell stehen die Zeichen jedoch klar auf Fußball, auch wenn die am Wochenende in Islamabad geführten direkten politischen Gespräche beider Nationen noch keine greifbaren Ergebnisse lieferten.

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