ÖFB plant Vertragsverlängerung mit Ralf Rangnick vor der Fußball-WM
Der ÖFB plant, den Vertrag mit Nationaltrainer Ralf Rangnick noch vor der kommenden Weltmeisterschaft zu verlängern.
Paukenschlag kurz vor dem wichtigsten Turnier des Jahres: Die Nationalmannschaft von Saudi-Arabien hat sich offenbar von ihrem Cheftrainer Hervé Renard getrennt. Nur 60 Tage bevor der Ball bei der Endrunde rollt, muss der 57-jährige Franzose seinen Posten räumen. Vorausgegangen waren schwache Ergebnisse in den jüngsten Länderspielen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte der Fußballlehrer sein Aus bereits selbst, auch wenn die offizielle Mitteilung des saudischen Verbandes noch auf sich warten lässt. Der Ex-Trainer der französischen Frauen-Nationalmannschaft zeigte sich dabei wehmütig, aber gefasst: Er verwies darauf, dass so eben der Fußball sei, betonte aber gleichzeitig seine Verdienste für den Wüstenstaat. Von den sieben WM-Teilnahmen Saudi-Arabiens habe er das Team zweimal zum Turnier geführt. Er sei der einzige Trainer, der sowohl die Qualifikation als auch die Endrunde 2022 bestritten habe. Zumindest dieser Stolz bleibe ihm, erklärte der scheidende Coach.
Renard hatte das Team erst im Oktober 2024 für seine zweite Amtszeit übernommen, nachdem er bereits von Juli 2019 bis März 2023 an der Seitenlinie stand. Unvergessen bleibt dabei der sensationelle Auftaktsieg bei der Endrunde 2022 in Katar, als die Saudis den späteren Weltmeister Argentinien bezwangen, auch wenn das Turnier letztlich in der Gruppenphase endete.
Der Auslöser für die plötzliche Trennung liegt in der jüngsten sportlichen Talfahrt. Im März kassierte die Auswahl eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Ägypten. Wenig später folgte ein enttäuschendes 1:2 gegen Serbien. Diese Resultate ließen die Kritik an dem Franzosen so laut werden, dass der Verband nun offenbar die Reißleine zog, um den sportlichen Erfolg beim anstehenden Highlight nicht zu gefährden.
Nun drängt die Zeit, denn der WM-Auftakt gegen Uruguay rückt unaufhaltsam näher. Medienberichten zufolge gibt es bereits einen klaren Favoriten für die Nachfolge. Georgios Donis, aktuell Trainer beim saudischen Erstligisten Al-Khaleej FC, soll das Team beim großen Turnier in den USA, Mexiko und Kanada betreuen. Der 56-jährige Grieche kennt den saudischen Fußball bestens und soll die Mannschaft schnell stabilisieren.
Die Aufgaben beim kommenden Turnier sind anspruchsvoll, aber durchaus machbar. In einer Gruppe mit Uruguay, Spanien und Kap Verde darf sich die Nationalmannschaft berechtigte Chancen auf das Erreichen der K.o.-Runde ausrechnen. Ob der Trainerwechsel so kurz vor dem Startschuss den gewünschten Impuls bringt, wird sich schon bald auf dem Platz zeigen müssen.
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