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Der SC Magdeburg empfängt am Donnerstagabend Pick Szeged zum entscheidenden Viertelfinal-Rückspiel in der Handball Champions League. Nach einem dominanten 35:28-Hinspielsieg in Ungarn trennt den amtierenden Titelverteidiger vor heimischem Publikum nur noch ein letzter Schritt vom erneuten Einzug in das begehrte Final Four in Köln.

Gute Ausgangslage, aber Trainer Wiegert warnt

Die Vorfreude in der Halle ist spürbar, denn die Ausgangsposition für den designierten deutschen Meister könnte kaum besser sein. Nach der eindrucksvollen Gala im Hinspiel, bei der die Sachsen-Anhalter mit ihrem überfallartigen Tempohandball glänzten, scheint das Ticket für das Finalturnier fast schon gebucht. SCM-Cheftrainer Bennet Wiegert mahnt jedoch zur vollen Konzentration: Die Mannschaft wolle den Einzug nun perfekt machen, doch es warten noch anspruchsvolle 60 Minuten auf das Team. Im temporeichen Handballsport sei ein Vorsprung schnell verspielt, weshalb die Hausherren den Gegner keinesfalls unterschätzen dürfen.

Körperlich auf der Höhe: Akkus beim SCM sind voll

Trotz einer kräftezehrenden Spielzeit und dem jüngsten, schmerzhaften Aus im DHB-Pokal präsentiert sich die Mannschaft physisch und mental in absoluter Topform. Kreisläufer Magnus Saugstrup betonte im Vorfeld der Partie, dass der Akku noch im grünen Bereich sei. Für den dänischen Weltmeister sind K.o.-Spiele in der europäischen Königsklasse exakt die Herausforderungen, die am meisten Spaß machen. Die Kabine fokussiere sich strikt auf die bevorstehende Aufgabe gegen die Ungarn, der mögliche Gewinn von gleich zwei großen Titeln sei aktuell noch kein dominantes Thema in der Mannschaft.

Historische Chance in der Königsklasse

Sollte der SC Magdeburg die Hürde Szeged wie erwartet nehmen, winkt am 13. und 14. Juni das große Highlight-Event in Köln. Dort hätte das Team die historische Chance, als erste deutsche Mannschaft überhaupt ihren Titel in der Champions League zu verteidigen. Wiegert erwartet für das Rückspiel am Donnerstagabend (18:45 Uhr) allerdings einen extrem griffigen Gegner. Pick Szeged ist gezwungen, von der ersten Sekunde an alles in die Waagschale zu werfen und hochoffensiv zu agieren, um den Sieben-Tore-Rückstand zügig aufzuholen. Ein Umstand, der dem gefürchteten Umschaltspiel der Magdeburger viel Raum für schnelle Gegenstöße bieten dürfte.

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