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Tyson Fury kehrt nach anderthalbjähriger Pause in den Ring zurück und nutzt die Bühne sofort für seine gewohnte Show. Im Rahmen der ersten Pressekonferenz zu seinem Kampf gegen Arslanbek Makhmudov am 11. April äußerte sich der Brite abfällig über Erzrivale Oleksandr Usyk. Gleichzeitig könnten Furys Pläne die Titelhoffnungen des deutschen Schwergewichtlers Agit Kabayel massiv gefährden.
Verbale Spitzen gegen Usyk: Fury sieht sich als Nummer eins
Der selbsternannte "Gypsy King" präsentierte sich bei seinem ersten großen Auftritt vor dem Comeback im Tottenham Hotspur Stadium gewohnt lautstark. Obwohl er 2024 zwei Niederlagen gegen Oleksandr Usyk einstecken musste – darunter eine klare Punktniederlage im Rückkampf –, interpretiert der 37-Jährige die Vergangenheit exklusiv. Fury behauptete bei "Sky Sports", er sei "am hellichten Tag bestohlen worden".
Seinen ukrainischen Kontrahenten sieht der Ex-Weltmeister trotz dessen Titelsammlung in der Bittsteller-Rolle. "Er wird am Ende des Jahres um eine Trilogie betteln. Es gibt keinen, gegen den er kämpfen und Geld machen kann, außer mir", tönte der Mann aus Manchester. Für Fury steht fest: "Mit oder ohne Gürtel – ich bin immer noch der Mann."
Der Fahrplan: Über Makhmudov zum Undisputed-Titel
Bevor Fury jedoch erneut nach Gold greifen kann, muss er am 11. April eine Pflichtaufgabe lösen. Sein Gegner Arslanbek Makhmudov gilt als harter Hauer, verlor jedoch bereits gegen Agit Kabayel. Sollte Fury den Russen besiegen, richtet sich sein Blick auf den 9. Mai. An diesem Datum duellieren sich die Engländer Fabio Wardley und Daniel Dubois um die WBO-Weltmeisterschaft.
Furys Plan ist simpel: Er will im Sommer gegen den Sieger dieses britischen Duells antreten, um sich den WBO-Gürtel zu sichern. Mit diesem Titel als Verhandlungsmasse wäre der Weg frei für einen dritten Kampf gegen Usyk, bei dem es dann um die "Undisputed"-Krone aller vier großen Verbände (WBA, WBC, IBF, WBO) gehen würde. Usyk hat bereits signalisiert, für einen Kampf um alle Gürtel zur Verfügung zu stehen.
Bittere Nachricht für Agit Kabayel
Leidtragender dieser ambitionierten Pläne könnte Agit Kabayel sein. Die deutsche Schwergewichts-Hoffnung ist beim Verband WBC als Interims-Weltmeister eigentlich der Pflichtherausforderer von Usyk. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hatte zuletzt betont, dass der Ukrainer seinen grün-goldenen Gürtel gegen Kabayel verteidigen muss.
Doch im Boxsport regiert oft das Geld. Ein dritter Kampf zwischen Fury und Usyk – womöglich in den USA – verspricht deutlich höhere Einnahmen als ein Pflichtduell gegen den Bochumer. Sollten sich die Verbände und Promoter auf die lukrative Trilogie einigen, müsste Kabayel wohl erneut in die Warteschleife geschickt werden.
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