Deutsches Sportsystem versagt bei Olympia – Strukturreform gefordert
Der deutsche Spitzensport verliert durch ein strukturelles Systemversagen massiv an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Die Bürger in Nordrhein-Westfalen haben entschieden: Die geplante Olympia-Bewerbung der Initiative „KölnRheinRuhr“ erhält grünes Licht aus der Bevölkerung. Mit deutlichen Mehrheiten in fast allen beteiligten Kommunen geht das Bundesland nun offiziell in das Rennen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044.
Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, über die sportliche Zukunft ihrer Region abzustimmen. Rund 1,4 Millionen Menschen nutzten die Möglichkeit der Briefwahl und sorgten für ein deutliches Ergebnis. Laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst stimmten etwa zwei Drittel der Teilnehmer für die Kandidatur. Die breite Unterstützung aus der Bevölkerung gilt als entscheidender Rückenwind für das weitere Auswahlverfahren, in dem sich die Rhein-Ruhr-Metropole nun beweisen muss.
Während die meisten der 17 beteiligten Städte bereits am Sonntagabend hohe Zustimmungsraten vermeldeten – darunter Mönchengladbach mit 74,5 Prozent, Düsseldorf mit 67,2 Prozent und Essen mit 64,3 Prozent – wurde es in der sogenannten „Leading City“ noch einmal spannend. Erst tief in der Nacht zu Montag stand das Kölner Ergebnis fest: Mit 57,4 Prozent votierte auch die Domstadt für die Bewerbung.
Einen Rückschlag gab es lediglich in Herten. Zwar sprachen sich dort über 70 Prozent der Abstimmenden für die Spiele aus, jedoch wurde das erforderliche Quorum verfehlt. Da nur 12,55 Prozent statt der nötigen 15 Prozent der Wahlberechtigten teilnahmen, fällt Herten mitsamt der geplanten Mountainbike-Wettbewerbe aus dem Konzept heraus.
Der positive Ratsbürgerentscheid ist ein Meilenstein, aber noch keine endgültige Zusage für die Spiele. Das Votum legitimiert lediglich den Einzug der Region in die nächste Phase des nationalen und internationalen Bewerbungsprozesses. Während Kritiker weiterhin vor den enormen Kosten eines solchen Mega-Events warnen, sehen die Befürworter eine historische Chance: Die Spiele könnten nicht nur den Sport nachhaltig fördern, sondern auch den regionalen Zusammenhalt stärken und internationale Aufmerksamkeit nach Nordrhein-Westfalen lenken.
Der deutsche Spitzensport verliert durch ein strukturelles Systemversagen massiv an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
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