Matteo Berrettini hat Daniil Medwedew in der zweiten Runde der Monte Carlo Masters eine historische Niederlage zugefügt. Der Italiener deklassierte seinen Kontrahenten sensationell mit 6:0 und 6:0. Für den Russen bedeutete dies die erste Zu-Null-Niederlage seiner Profikarriere, die in einem denkwürdigen Wutausbruch samt mehrfach zertrümmertem Schläger gipfelte.

Historische Abreibung auf dem Sandplatz

Es war ein Auftritt, der in die Tennis-Geschichte eingehen wird. Matteo Berrettini dominierte das Zweitrundenmatch im Fürstentum von der ersten Minute an nach Belieben. Mit knallharten Aufschlägen und präzisen Vorhandschlägen ließ er seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Der Römer nutzte die bekannte Abneigung seines Kontrahenten gegen die rote Asche gnadenlos aus und diktierte die Ballwechsel kompromisslos.

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Für den ehemaligen US-Open-Sieger aus Russland glich die Partie einem sportlichen Albtraum. Noch nie zuvor in seiner Laufbahn auf der ATP-Tour musste er einen sogenannten Double Bagel – also den Verlust beider Sätze ohne einen einzigen eigenen Spielgewinn – hinnehmen. Gegen die offensive Wucht des Italieners fand der sonst so defensivstarke Weltranglistenspieler zu keinem Zeitpunkt ein passendes Mittel.

Frust-Eklat: Nerven liegen blank

Die brutale sportliche Unterlegenheit blieb nicht ohne Folgen für das Gemüt des Unterlegenen. Mit jedem verlorenen Spiel staute sich der Unmut weiter an. Letztlich entlud sich die emotionale Anspannung auf dramatische Weise: Aus purem Frust pfefferte der sichtlich genervte Moskauer sein Racket mehrfach mit voller Wucht auf den Court, bis dieses völlig zerstört war.

Während Berrettini nun mit breiter Brust in die nächste Runde des prestigeträchtigen Masters-Turniers einzieht, muss der geschlagene Russe diesen herben Rückschlag erst einmal verdauen. Die beispiellose Machtdemonstration in Monte Carlo dürfte die Quoten für einen Turniersieg des formstarken Italieners bei den Buchmachern derweil ordentlich nach unten drücken.

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