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Victor Wembanyama hat die San Antonio Spurs im ersten Spiel der NBA Conference Finals zu einem dramatischen 122:115-Auswärtssieg gegen die Oklahoma City Thunder geführt. Nach zweifacher Verlängerung fügten die Texaner dem amtierenden Titelverteidiger dank einer historischen Leistung ihres Superstars die erste Heimniederlage der laufenden Playoffs zu.

Wembanyama glänzt mit persönlichen Playoff-Bestwerten

Die Zuschauer in der Halle von Oklahoma City erlebten eine wahre Nervenschlacht, die stark von einem einzigen Akteur geprägt wurde. Victor Wembanyama dominierte das Geschehen auf dem Parkett und stellte mit 41 Punkten sowie 24 Rebounds neue persönliche Bestmarken in der Postseason auf. Der französische Ausnahmeathlet behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven: In der ersten Verlängerung rettete er sein Team mit einem weiten Dreier kurz vor Schluss zum 108:108. In der zweiten Overtime legte er allein neun Zähler auf und sorgte mit einem krachenden Dunk 22 Sekunden vor der Sirene für die endgültige Entscheidung.

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Gegenüber der Presse gab sich der Matchwinner nach dem Kraftakt bescheiden, betonte aber die mentale Stärke seiner Mannschaft. Es sei reine Willenskraft gewesen, da in der schnellen Endphase kaum noch Zeit zum Nachdenken blieb.

MVP Gilgeous-Alexander rettet Thunder in die Verlängerung

Für die Oklahoma City Thunder begann der Abend feierlich, endete jedoch mit einer bitteren Pille. Shai Gilgeous-Alexander nahm vor dem Tip-off die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Liga (MVP) entgegen. Auf dem Feld bewies er seine Qualitäten, als er die Gastgeber drei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Korbleger zum 101:101 überhaupt erst in die Verlängerung rettete. Am Ende standen für ihn 24 Punkte und zwölf Assists zu Buche, allerdings haderte der Guard im gesamten Spielverlauf mit einer ungewohnt schwachen Wurfquote.

Die offensive Hauptlast der Thunder trug stattdessen Alex Caruso. Der treffsichere Routinier versenkte allein acht Dreier und avancierte mit 31 Punkten zum Topscorer des Titelverteidigers.

Hartenstein bleibt blass – Fokus auf Spiel 2

Ein gebrauchter Abend war es derweil für Isaiah Hartenstein. Der deutsche Big Man der Thunder stand lediglich zwölf Minuten auf dem Feld und konnte der Partie mit zwei Punkten und zwei Rebounds nicht seinen Stempel aufdrücken. Eine ungewohnte Situation, da Hartenstein in den bisherigen Playoffs durchschnittlich über 25 Minuten Spielzeit absolviert hatte.

Mit dem Auswärtssieg haben sich die San Antonio Spurs sofort den Heimvorteil in der Best-of-seven-Serie gesichert. Bereits in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit Mittwoch) haben die Thunder in heimischer Arena die Chance zur Revanche, bevor die Serie für die kommenden beiden Begegnungen nach Texas wechselt. Wer zuerst vier Siege einfährt, zieht in die großen NBA-Finals ein.

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