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Die Eisbären Berlin stehen dicht vor dem Gewinn ihrer zwölften deutschen Meisterschaft. Der amtierende Titelverteidiger besiegte die Adler Mannheim im dritten Spiel der Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auswärts deutlich mit 5:1. Durch diesen überzeugenden Auftritt in der ausverkauften SAP Arena bauten die Hauptstädter ihre Führung in der Best-of-Seven-Serie auf 3:0 aus und können bereits im kommenden Heimspiel den Titel perfekt machen.

Historischer Hattrick trotz frühem Schock

Dabei begann die Partie für die Gäste alles andere als optimal. Bereits nach 21 Sekunden musste Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf des Mannheimers Maximilian Heim das Eis mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe verlassen. Die anschließende Überzahl nutzte Adler-Kapitän Marc Michaelis zur frühen Führung für die Hausherren. Doch die Berliner zeigten sich völlig unbeeindruckt vom Rückstand und dem Verlust ihres Führungsspielers.

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In die Bresche sprang ein Mann, der Geschichte schrieb: Eric Mik. Der 26-Jährige glich nicht nur auf Vorlage von Leo Pföderl aus, sondern erzielte im weiteren Verlauf zwei weitere Treffer. Damit ist Mik der erste Verteidiger in der Geschichte der DEL, dem in einem Finalspiel ein Dreierpack gelingt.

Rekordmeister dominiert auf allen Ebenen

Neben Mik, der die Partie fast im Alleingang drehte, trugen sich auch Les Lancester und Liam Kirk in die Torschützenliste ein. Die Effizienz der Mannschaft von Cheftrainer Serge Aubin ist in dieser Serie schlichtweg erdrückend. Aubin selbst steuert auf eine makellose Bilanz zu: Bislang hat er alle seine 14 Playoff-Serien mit den Berlinern gewonnen.

Auch die Offensive bricht reihenweise Bestmarken. Leo Pföderl untermauerte seinen Ruf als absolutes Playoff-Monster mit zwei weiteren Vorlagen und schraubte seinen eigenen Rekord auf beeindruckende 31 Scorerpunkte im 20. Finale. Zudem feierte Marcel Noebels im zweiten Drittel einen Meilenstein: Mit seinem 88. Playoff-Scorerpunkt für Berlin stellte er einen neuen Vereinsrekord auf.

Mannheim unter Druck vor Spiel vier

Für die Adler Mannheim, die auf ihren verletzten Torjäger Justin Schütz verzichten mussten, rückt der Traum vom Titel in weite Ferne. Die Kurpfälzer fanden gegen die extrem abgezockte Spielweise der Berliner kein Mittel, was auch die deutlichen Ergebnisse der ersten beiden Duelle (7:3 und 5:1 für Berlin) unterstreichen.

Am kommenden Donnerstag haben die Eisbären nun vor eigenem Publikum in Berlin die Chance, den Sack zuzumachen. Setzt sich die gnadenlose Chancenverwertung der Hauptstädter fort, dürften die Feierlichkeiten für den Rekordchampion der DEL nur noch Formsache sein.

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