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Borussia Dortmund hat im Werben um das 16-jährige Top-Talent Kennet Eichhorn von Hertha BSC offenbar die besten Karten. Der BVB führt den Transfer-Poker um den begehrten Mittelfeldspieler an, der den Berliner Zweitligisten im Sommer dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von rund zwölf Millionen Euro verlassen kann.

Ole Book treibt den Transfer voran

Ausschlaggebend für die hervorragende Ausgangsposition der Westfalen sind die intensiven Gespräche der vergangenen Wochen. Besonders der neue BVB-Sportdirektor Ole Book gilt als treibende Kraft hinter dem möglichen Deal. Im direkten Gegensatz zu seinem Vorgänger Sebastian Kehl ist Book ein absoluter Befürworter einer Verpflichtung des jungen Spielmachers und hat die Verhandlungen mit der Spielerseite zuletzt massiv beschleunigt.

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Hertha BSC kämpft um sein Rekord-Juwel

Bei der Alten Dame hat man die Hoffnung auf einen Verbleib des Eigengewächses jedoch noch nicht gänzlich aufgegeben. Erst am vergangenen Wochenende krönte sich das Ausnahmetalent beim 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga. Herthas Sportchef Benjamin Weber betonte offensiv, man könne dem Youngster vor allem Spielpraxis, Entwicklungszeit und Sicherheit im gewohnten Umfeld bieten. Aktuell stehe der Hauptstadtklub in engem Austausch mit den Eltern des Spielers, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ausleihe als möglicher Kompromiss?

Ein realistisches Szenario für beide Seiten könnte ein sofortiger Verkauf mit anschließender Rückleihe sein. So würde Hertha BSC die lukrative Ablösesumme kassieren, das Juwel aber noch ein weiteres Jahr im Olympiastadion reifen lassen. Wie enorm das Potenzial des Mittelfeldspielers ist, unterstrich auch Trainer Stefan Leitl, der dem Teenager bereits jetzt eine für diese Liga außergewöhnliche physische Reife bescheinigt und ihm eine großartige Karriere prophezeit. Ob Borussia Dortmund sich auf dieses Entwicklungsmodell einlässt, wird sich in den kommenden Verhandlungsrunden zeigen.

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