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Julian Brandt wird Borussia Dortmund nach rund sieben Jahren am Saisonende verlassen. Der 30-jährige Offensivspieler absolvierte am vergangenen Wochenende sein letztes Heimspiel im schwarz-gelben Trikot und sucht nun ablösefrei eine neue sportliche Herausforderung.

Beim emotionalen 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt führte der gebürtige Bremer die Mannschaft noch einmal als Kapitän auf das Feld. Es war sein 306. Pflichtspiel für die Westfalen. Maximal ein weiterer Einsatz kann an diesem Wochenende noch folgen, bevor sich die Wege endgültig trennen. Trotz einer persönlich starken Saisonbilanz von elf Treffern und vier Vorlagen stand eine Vertragsverlängerung offenbar nicht mehr zur Debatte. Wo der Spielmacher in der kommenden Spielzeit auflaufen wird, ist derzeit noch völlig offen.

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An potenziellen Abnehmern mangelt es dem 48-maligen deutschen Nationalspieler jedenfalls nicht. Zahlreiche europäische Spitzenadressen haben die Situation des ablösefreien Routiniers genau im Blick. Aus der spanischen La Liga sollen der FC Barcelona und Atlético Madrid ihre Fühler ausgestreckt haben. In der englischen Premier League gelten der FC Arsenal und Aston Villa als heiße Kandidaten, während auch Fenerbahce Istanbul konkretes Interesse signalisiert. Sogar ein überraschender Wechsel innerhalb der Bundesliga wird in Branchenkreisen spekuliert.

Brandt selbst ließ sich nach dem Frankfurt-Spiel nicht in die Karten schauen, deutete aber einen klaren Zeitplan an. Er wolle einen Schritt nach dem anderen machen, versprach jedoch, dass sich die Vereinswahl nicht bis in den Spätsommer ziehen werde. Für den Offensivstar steht bei seiner nächsten Station vor allem die Freude am Spiel im Vordergrund. Er betonte, dass es ihm immens wichtig sei, die Sportart zu genießen und auf dem Platz Spaß zu haben.

Dortmunds Strategie: Millionen-Gehalt für junge Talente

Für Borussia Dortmund bedeutet der Abgang des Leistungsträgers zwar einen sportlichen Verlust, eröffnet auf der anderen Seite aber wichtige finanzielle Spielräume. Durch den Wechsel wird beim Revierklub ein üppiges Gehaltsvolumen in Höhe von geschätzt sieben bis acht Millionen Euro pro Jahr frei. Diese finanziellen Mittel sollen gezielt in die Verpflichtung hochveranlagter Nachwuchsspieler fließen. Der BVB möchte sich offenbar auf dem internationalen Transfermarkt nach jungen Ausnahmetalenten umsehen, um den Kader für die Zukunft frisch und schlagkräftig aufzustellen.

Der scheidende Spielmacher wiederum befindet sich in einer hervorragenden Verhandlungsposition. Da kein aufnehmender Verein eine Ablösesumme an die Dortmunder überweisen muss, winken dem 30-Jährigen nicht nur lukrative Vertragsangebote, sondern höchstwahrscheinlich auch ein sattes Handgeld bei der Unterschrift.

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