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Borussia Mönchengladbach steht im Bundesliga-Abstiegskampf vor richtungsweisenden Tagen. Nach dem späten Punktverlust gegen den FSV Mainz 05 rückt Cheftrainer Eugen Polanski massiv in den Fokus. Das anstehende Kellerduell beim VfL Wolfsburg am Samstag könnte für den 40-Jährigen bereits zum entscheidenden Endspiel werden.

Schicksalsspiel in der Autostadt: Zieht Gladbach die Reißleine?

Der erhoffte Befreiungsschlag ist am vergangenen Bundesliga-Wochenende auf bittere Weise ausgeblieben. Ein plumpes Foul von Yanik Engelhardt in der 98. Minute führte zum 1:1-Ausgleich durch die Mainzer und ließ die Stimmung im Borussia-Park kippen. Die Lage des Traditionsklubs am Niederrhein bleibt angespannt: Aktuell rangieren die Fohlen auf dem 13. Tabellenplatz, das Polster auf den Relegationsrang beträgt lediglich fünf magere Punkte. Ein Ruhekissen sieht anders aus.

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Wie der Pay-TV-Sender Sky berichtet, zieht sich die Schlinge um Eugen Polanski nun weiter zu. Sollte das Auswärtsspiel am Samstagnachmittag beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg verloren gehen, ist eine vorzeitige Entlassung des Trainers ein sehr realistisches Szenario. Es wäre bereits die zweite Trainerentlassung der laufenden Spielzeit bei der Borussia.

Keine langfristige Perspektive für Polanski?

Selbst wenn die Mannschaft in Wolfsburg die Kurve kriegt und letztlich den Klassenerhalt feiert, scheinen die Tage des ehemaligen Mittelfeldspielers als Cheftrainer gezählt. Polanski hatte das Amt im vergangenen September von Gerardo Seoane übernommen und wurde im November noch mit einem langfristigen Arbeitspapier ausgestattet. Dennoch gelten die Verantwortlichen mit der sportlichen Weiterentwicklung des Teams als höchst unzufrieden.

Ein Verbleib über den Sommer hinaus wird intern demnach als eher unwahrscheinlich eingestuft. Die fehlende Konstanz und die wiederholten späten Punktverluste nagen spürbar am Vertrauen in den 40-Jährigen.

Rückendeckung auf Zeit von Sportchef Schröder

Nach außen hin bemüht sich die sportliche Führung noch um Zusammenhalt. Gladbachs Sportchef Rouven Schröder stellte sich nach dem Last-Minute-Schock gegen Mainz demonstrativ vor seinen Übungsleiter. Bei DAZN betonte er unmissverständlich, dass Polanski der richtige Mann für den Abstiegskampf sei: Eugen ist unser Trainer. Und Eugen wird uns über den Strich führen. Er ist der Letzte, der nicht mit Borussia erfolgreich sein will.

Doch die Mechanismen des Fußballs sind bekannt. Eine Niederlage beim VfL Wolfsburg würde den Druck auf Schröder und den gesamten Verein enorm erhöhen. Die kommenden 90 Minuten in Niedersachsen werden somit nicht nur über wichtige Punkte im Tabellenkeller entscheiden, sondern wohl auch über die unmittelbare Zukunft auf der Gladbacher Trainerbank.

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