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Borussia Mönchengladbach steht vor einem signifikanten Umbruch in der Schaltzentrale. Um den bevorstehenden Sommer-Abgang von Kapitän Rocco Reitz zu kompensieren, arbeiten die Fohlen intensiv an einer Verpflichtung von Rani Khedira. Der erfahrene Mittelfeldspieler steht aktuell noch bei Union Berlin unter Vertrag.

Nach Reitz-Abgang: Gladbach sucht erfahrene Lösung

Der schmerzhafte, aber lukrative Abschied von Rocco Reitz ist beschlossene Sache. Der Mittelfeldmotor verlässt den Borussia-Park im Sommer in Richtung RB Leipzig, was den Gladbachern eine stattliche Ablösesumme von 20 Millionen Euro in die Kassen spült. Auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger für das Eigengewächs blickt die sportliche Leitung der Borussia nun in die Hauptstadt.

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Rani Khedira, der seit 2021 für Union Berlin aufläuft, passt perfekt in das gesuchte Profil. Der gebürtige Stuttgarter bringt enorme Bundesliga-Erfahrung mit und könnte sofort die Rolle des Taktgebers und Stabilisators im defensiven Mittelfeld übernehmen. Erste konkrete Gespräche zwischen den Gladbach-Verantwortlichen und der Spielerseite sollen bereits angelaufen sein.

Verhandlungen mit Hürden: Union Berlin pocht auf Verlängerung

Ein Selbstläufer wird der Transfer für die Fohlenelf jedoch nicht. Khedira ist bei den Eisernen vertraglich noch bis Juni 2027 gebunden, weshalb eine Millionen-Ablöse fällig werden würde. Ein offizieller Austausch zwischen den beiden Bundesligisten hat laut aktuellen Berichten noch nicht stattgefunden. Im Gegenteil: Die Köpenicker möchten ihren Vize-Kapitän, der hinter Christopher Trimmel der dienstälteste Profi im Kader ist, unbedingt halten und arbeiten selbst an einer vorzeitigen Vertragsverlängerung.

Mit 182 Pflichtspieleinsätzen für Union Berlin hat sich Khedira längst den Status eines unverzichtbaren Führungsspielers erarbeitet. Einen solchen Charakterkopf loszueisen, dürfte für Gladbach kein leichtes Unterfangen werden.

Rouven Schröder verweist auf interne Alternativen

Trotz der Bemühungen um den Union-Star gibt sich Borussias Sportdirektor Rouven Schröder nach außen hin entspannt und verweist auf die Kaderbreite. Man kann davon ausgehen, dass wir auf den Fall vorbereitet sind, erklärte Schröder unlängst mit Blick auf den Reitz-Transfer. So stünde mit Jens Castrop bereits ein Spieler bereit, der frühzeitig als Backup und perspektivische Alternative aufgebaut wurde.

Dennoch: Um die Lücke, die Reitz hinterlässt, sofort und ohne Qualitätsverlust zu schließen, wäre ein gestandener Profi wie Khedira die logische Premium-Lösung für Borussia Mönchengladbach.

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