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Der FC Bayern München hat sich durch einen 4:2-Erfolg gegen den VfB Stuttgart am 30. Spieltag die zweite Bundesliga-Meisterschaft in Folge gesichert. Gleichzeitig pulverisierte die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany dank einer herausragenden Offensivleistung einen historischen Torrekord aus den frühen Siebzigerjahren.

Magisches Sturmtrio übertrifft ewige Beckenbauer-Bestmarke

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang schien der Meilenstein für die Ewigkeit gemacht: In der Spielzeit 1971/72 erzielte das Team um Franz Beckenbauer beeindruckende 101 Treffer. Weder unter Pep Guardiola noch im Triple-Jahr unter Jupp Heynckes konnte diese Marke geknackt werden. Nun hat die aktuelle Generation des Rekordmeisters diesen Wert mit aktuell 109 Saisontoren förmlich aus den Geschichtsbüchern gestrichen.

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Maßgeblich verantwortlich für diese unaufhaltsame Offensive ist die neu formierte Angriffsreihe der Münchner. Der englische Nationalspieler Harry Kane (32 Tore), Neuzugang Michael Olise (zwölf) und der kolumbianische Flügelspieler Luis Diaz (15) zeichnen gemeinsam bereits für 59 Liga-Treffer verantwortlich.

Rotation und Flexibilität: Das Taktik-Geheimnis des Trainers

Der Schlüssel zur spielerischen Dominanz liegt in der taktischen Ausrichtung. Der belgische Übungsleiter lässt ein variables System spielen, das fast gänzlich auf starre Positionen verzichtet. Innenverteidiger wie Dayot Upamecano schalten sich aktiv in den Angriff ein, während Außenverteidiger immer wieder ins offensive Zentrum drängen. Auch Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic rotieren nahtlos zwischen Flügel und gegnerischem Strafraum.

Besonders das Verhalten im Sturmzentrum sorgt bei den Gegnern für Ratlosigkeit: Kane lässt sich tief in die eigene Hälfte fallen, um den Spielaufbau zu lenken. Mit Pässen, die an Spielmacher-Legenden erinnern, hebelt er die Abwehrreihen aus und schickt seine pfeilschnellen Nebenleute auf die Reise Richtung Tor.

Die neue bayerische DNA rechtfertigt das Rekord-Investment

Knapp 220 Millionen Euro ließ sich der Verein die Dienste seines neuen Offensiv-Dreiecks kosten. Es ist eine Summe, die den gesamten Kaderwert vieler Liga-Konkurrenten übersteigt, sich sportlich aber auf ganzer Linie ausgezahlt hat. Nach zuletzt teils unruhigen Zeiten hat der 40-jährige Kompany eine gesunde Mischung aus Gelassenheit und absolutem Arbeitsethos an die Säbener Straße gebracht.

Diese neue Mentalität hat die Mannschaft komplett verinnerlicht. Mit enormem Selbstvertrauen und taktischer Raffinesse pflügte das Team förmlich durch die Saison und krönte eine historische Spielzeit völlig verdient mit der erneuten Meisterschale.

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